Inngas GmbH hebt die Preise an

+
Die Preise für Gas steigen im Bereich der Inngas GmbH zwischen 6,5 und acht Prozent.

Inntal/Landkreis - Die Inngas GmbH hebt ihre Preise zum 1. Dezember zwischen 6,5 und acht Prozent an. Von den rund 2500 Privat- und Firmenkunden im Bereich des Versorgers sind nur rund 700 betroffen.

Alle anderen Kunden, die einen der verschiedenen Partnertarife gewählt haben, müssen bereits einen Monat früher mehr Geld für ihr Gas hinlegen, durchschnittlich etwa 7,5 Prozent. Begründet werden die Erhöhungen von Sebastian Ranner, einem der beiden Geschäftsführer der Inngas GmbH, vor allem "mit Kostensteigerungen im Großhandelsmarkt". Ranner verweist darauf, dass die Inngas nach der Liberalisierung des Gasmarktes im April 2010 17 Euro für eine Megawattstunde - diese Einheit entspricht 1000 Kilowattstunden (kWh) - bezahlt habe, mittlerweile liege der Einkaufspreis bei 26 Euro.

"Die jetzigen Erhöhungen bilden nur die allgemeinen Preissteigerungen am Markt ab", betont Ranner, der von einer "stabilen Preispolitik" der Inngas spricht. Nicht alle Preissteigerungen, die die GmbH verkraften musste, habe man in den vergangenen Jahren auch an die Kunden weitergegeben. Dank einer guten Einkaufspolitik habe man die Preise im August 2009 sogar um 3,5 Prozent senken können. Die Inngas gehört einer Einkaufsgesellschaft an, die ihr Gas laut Ranner von etwa 20 unterschiedlichen Anbietern am Markt bezieht.

Mit acht Prozent Mehrkosten werden im Bereich des Grundversorgungs-Tarifes jene Kunden am stärksten belastet, die einen Jahresverbrauch von 30000 kWh und mehr aufweisen. Bei 20000 Euro beträgt die Verteuerung rund 7,7 Prozent, Kleinabnehmer mit einer Menge von rund 2500 kWh pro Jahr müssen 6,5 Prozent mehr für ihr Gas bezahlen.

Grundsätzlich können Kunden laut Ranner aus dem Grundversorgungs- auch in einen der Partnertarife wechseln. Die Grundversorgung zu übernehmen, sei eine gesetzliche Verpflichtung für Anbieter, die in ihrem Netzgebiet mehr als 50 Prozent der Gaskunden unter Vertrag haben. Da müsse man beispielsweise auch Kunden übernehmen, die ein anderer Versorger nicht aufnehme.

Grundsätzlich sei für Kunden die Möglichkeit gegeben, in einen preisgünstigeren Tarif zu wechseln. "Wir können uns auf regionaler Ebene mit allen Anbietern messen", ist Ranner überzeugt. Kundennähe sei nicht nur durch einen wohnortnahen Service garantiert, sondern auch aufgrund der Tatsache, dass Gemeinden im Versorgungsgebiet gleichzeitig Gesellschafter der GmbH seien.

Wie lange die Preise nach der anstehenden Erhöhung stabil gehalten werden können, vermag der Geschäftsführer nicht zu sagen. "Eine Garantie für einen Zeitraum kann es nicht geben, da die Beschaffungspreise vom Großhandelsmarkt abhängig sind", so Ranner. Aus diesem Grund schließt er auch nicht aus, dass sich die Preisspirale in absehbarer Zeit wieder nach unten bewegt.

Oberbayerisches Volksblatt / Norbert Kotter

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Region Wasserburg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser