Die InnTerSchau kommt in Schwung

Wasserburg - Vom 15. bis 18. September findet die InnTerSchau in Wasserburg statt. Die zwei zentralen Ausstellungs-Themen drehen sich um Haus und Energie sowie gesundes und bewusstes Leben.

Gut 90 Aussteller haben sich angemeldet, 120 peilen die Veranstalter der InnTerSchau Wasserburg, die vom 15. bis 18. September am Badria stattfindet, an. Es soll eine echte Regionalmesse werden, ausschließlich mit Firmen aus dem Raum Wasserburg.

Veit Lorenz, Leiter der InnTerSchau, und sein regionaler Partner, Alois Meier, schafften bei einer Informationsveranstaltung im Gasthaus Fletzinger den Spagat: Die Freude am konzeptionellen Neuanfang nach dem Scheitern der Präsenta sprang ebenso über wie die Einsicht vermittelt wurde, dass allzu große Erwartungen nicht angebracht sind. Denn auch die neuen Veranstalter können, so gaben sie offen zu, "das Rad nicht neu erfinden". Deshalb gibt es auch kein Patentrezept für einen auf Anhieb gelungenen Neustart, muss der Nachfolgeveranstaltung Zeit für ihre Entwicklung gegeben werden.

Der Präsenta, veranstaltet von der mittlerweile aufgelösten Messe Wasserburg, war, wie berichtet, nach erfolgreichen Jahren die Luft ausgegangen. Sie hatte 2009 zum 15. und letzten Mal stattgefunden. Eine Gewerbeschau des Wirtschaftsförderungsverbandes (WFV) war mangels Anmeldungen wieder zu Grabe getragen worden. Der zweite Anlauf für eine Fortsetzung der Wasserburger Messetradition ist jetzt die InnTerSchau. Veranstalter ist die Mattfeldt & Sänger Messe AG, die sich auf Regionalschauen in Westdeutschland spezialisiert hat und im Jahr etwa 60 Veranstaltungen betreut. Als regionalen Partner hat Franchisenehmer Lorenz den Baubetreuer Meier mit ins Boot genommen.

Bewährtes fortführen, aus schlechten Erfahrungen Lehren ziehen: Damit wollen Lorenz und Meier die Wasserburger Messetradition wieder in Schwung bringen. Statt im Frühjahr findet die Wirtschaftsschau jetzt im Herbst statt, konzentriert auf vier Tage in der ersten Woche nach den Sommerferien. Donnerstag, 15., und Freitag, 16. September, öffnet die Veranstaltung nach Feierabend um 16 Uhr und endet erst um 22 Uhr, Samstag, 17., und Sonntag, 18. September, sind Eintrittszeiten von 10 bis 18 Uhr geplant. Erwachsene zahlen vier Euro, Senioren und Studenten zwei Euro, Kinder bis 16 gar nicht. Jeder Aussteller erhält außerdem für seine Stammkunden Freikarten zum Verschenken.

Kompakt sollen die Messestände in der Tennishalle des Sportparks Fit & Fun am Badria zusammengefasst werden. Je nach Resonanz wird ein weiteres Zelt aufgestellt, auch die Freifläche am Volksfestplatz einbezogen, hieß es. Das Gesamtbild soll durch eine hochwertige Messemöblierung mit Systembauwänden geprägt werden.

In einem weiteren Punkt gehen Lorenz und sein regionaler Partner Meier einen konsequenten Weg: Sie lassen ausschließlich regionale Aussteller aus einem Einzugsgebiet von etwa 40 Kilometern rund um Wasserburg zu. "Den italienischen Ledermantelverkäufer wird es auf der InnTerSchau nicht geben", verdeutlichte Lorenz mit Nachdruck. Auch das Catering und die Dienstleistungen rund um die Messe sollen regionale Anbieter übernehmen.

Aus seiner langjährigen Erfahrung als Franchisenehmer des Messeveranstalters Mattfeldt & Sänger haben sich zwei "Megathemen" herauskristallisiert, die auch in Wasserburg die Besucher locken sollen: Haus und Energie sowie gesundes und bewusstes Leben. Heiztechnik, Energiesparen, Sanieren, Bauen, Sport, Bewegung, Wellness, Einrichten, Ernährung - Punkte, die in diesen Themenwelten zusammengefasst werden. Auf einer Gesundheitsmeile kann sich der Besucher umfassend durchchecken lassen - von der Körperfettanalyse bis zum Blutdruckmessen. Drittes Hauptthema der Messe: Mobilität. Der Begriff wird weit gefasst, erläuterte Lorenz - vom Autosalon bis zum neuen Thema Elektromobilität. Auch Bus und Bahn stellen sich vor.

Wer in keins der drei Hauptbereiche Haus, Gesundheit und Mobilität passt, wird auf dem Marktplatz aufgenommen: Dort präsentieren sich Künstler und gestaltendes Handwerk. Hier finden auch junge Unternehmen, die sich einen eigenen Messestand noch nicht leisten können, eine Plattform, berichtete Lorenz.

Vorträge, Diskussionen, Vorführungen, Konzerte, eine Modenschau, Hubschrauberrundflüge und Ballonfahrten sowie ein Kinderprogramm sollen die Messe weiter beleben. "Die Region hat viel zu bieten. Jeder, der mit Aktivitäten oder Darbietungen etwas zum Gelingen beitragen möchte - vom Verein, der Musikgruppe bis zu Schulklassen und Kindergärten - ist willkommen", betonte Lorenz.

Auch die Aussteller planen Verlosungen, Gewinnspiele und Aktionen, verdeutlichte die Informationsveranstaltung. 20 Interessenten nutzten die Chance, mit den Veranstaltern persönlich zu sprechen. Organisatorische Fragen gab es aus den Reihen der Betriebe, die sich bereits angemeldet haben, nur wenige. Das Konzept kommt anscheinend schlüssig rüber. Die aus Reihen der Gewerbetreibenden geäußerte Sorge, die Messe könne eine Konkurrenz zur Veranstaltung "Wasserburg leuchtet" am Freitag, 16. September, darstellen, teilen die Veranstalter nicht. Sie gehen davon aus, dass sich beide Großereignisse gut ergänzen und gegenseitig befruchten werden.

duc/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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