Schüler grübeln bayernweit zur gleichen Zeit

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Wasserburg  - Nix Brücktag, Prüfungstag heißt es heute für Schülerinnen und Schüler an bayerischen Realschulen und Gymnasien. 

Heute werden an den bayerischen Realschulen zum 15. Mal in Folge Jahrgangsstufen-Tests geschrieben. Seit 1998 gibt es diese besonderen Klausuren schon. Jeweils die sechsten und die achten Klassen brüten derzeit über den Aufgaben. Für die Sechstklässler steht heute Deutsch an, die Achtklässler haben es mit dem Fach Mathematik zu tun. Bereits am vergangenen Dienstag war es genau umgekehrt: Deutsch für die Achten und Mathe für die Sechsten Jahrgangsstufen. 

Warum nun fast schon traditionell diese speziellen und bayernweit gleichen Proben geschrieben werden, hat der Direktor der Anton Heilingbrunner-Realschule, Markus Hösl-Liebig erklärt: „Die zentralen Jahrgangsstufentests sind nichts ungewöhnliches mehr und sollen eine Möglichkeit sein, Schulqualität vergleichbar zu machen. Das Prozedere ist genauso, wie bei den Abschlussprüfungen, jeder Schüler und jede Schülerin erhält in ganz Bayern zur selben Zeit das Blatt mit den Aufgaben. Nach der Korrektur durch die Schule werden die Ergebnisse der Tests dem Ministerium zur Auswertung gemeldet.“ 

Vom Kultusministerium heißt es: „Es wird hierbei das Grundwissen der vorangegangenen Jahrgangsstufe überprüft. Die Note fließt in die Zeugnisnote ein wie eine Stehgreifaufgabe“. Blicke man auf international erfolgreiche Staaten beispielsweise bei der PISA oder der TIMSS-Studie, stelle man fest, das dort Standards gesetzt werden, über deren Erfüllung die Schulen regelmäßig Rechenschaft abzulegen hätten, berichtet das Ministerium. Diese Rechenschaftsablegung geschehe in erster Linie in Form von Vergleichstest. So sei dies auch der Hintergrund gewesen, warum das Bayerische Kultusministerium Jahrgangsstufentests eingeführt habe. Positiv zu werten sei, dass die Lehrer nachher erkennen, wo Schüler Defizite haben, die dann beseitigt werden können. 

Mit dem heutigen Nachmittag wird die Akte Jahrgangsstufentests für dieses Jahr wieder geschlossen, erst nächsten Februar müssen die achten Klassen zum sogenannten VERA-Test ran.

Gymnasiasten erleben Einzigartiges 

Auch an den Gymnasien gibt es die Jahrgangsstufenarbeiten, heute schreiben die achten Klassen diese auf freiwilliger Basis im Fach Deutsch, doch es hat sich im aktuellen Schuljahr zudem völlig neues aufgetan: Noch zwei vorbereitende Tests in den nächsten Wochen vor sich und erst einen hinter sich haben die Zwölftklässler an den Gymnasien. Und das verpflichtend. An allen bayrischen wie auch an den Gymnasien in fünf weiteren Bundesländern stehen in diesem Jahr für die zwölften Klassen noch nie dagewesene standardisierte Klausuren auf dem Aufgabenplan.

Mit im Boot sind neben Bayern noch Hamburg, Sachsen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Vor einer Woche, am 27. September, war das Fach Deutsch dran. 

Alles musste organisiert werden, damit auch wirklich zur gleichen Zeit die Blätter verteilt wurden und der Startschuss für die dreistündige Klausur gegeben werden konnte. Wie der Leiter des Luitpoldgymnasiums in Wasserburg, Valentin Fiedler, berichtet, solle die Klausur der Vorbereitung auf das Vorhaben im kommenden Jahr dienen, bundeseinheitliche Aufgaben bei den Abiturprüfungen aufzunehmen: „Diese einheitlichen Proben Anfang des Schuljahres wird es für die zwölften Klassen im nächsten Jahr gar nicht mehr geben. Das war etwas Einmaliges.“ 

 Von zusätzlicher Unruhe im Schulalltag habe er nichts gemerkt. Auch sei bei der Klausur alles glatt gegangen, es hätte keine besonderen Vorkommnisse gegeben, so Fiedler weiter. Noch sind die Ergebnisse nicht bekannt. Und im Grunde steht auch schon der nächste Termin auf dem Plan, der eine weitere „Einheitsklausur“ bereithält. 

Am 5. November ist das Fach Englisch dran. In dem 90minütigen Test soll auch ein Höhrverständnis-Teil vorkommen. Am 11. Dezember folgt Mathematik. Auch hier gilt: Zeitpunkt und Aufgaben sind sowohl in Bayern als auch in den weiteren fünf Bundesländern, die sich für identische Elemente im Abitur 2014 entschieden haben, gleich.

Quelle: rosenheim24.de

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