Jede Runde, jede Stunde brachte Hilfe

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Im Schwimmbecken waren extra Bahnen abgesperrt, Wasserwacht und Badria-Mitarbeiter betreuten die Sportler.

Wasserburg - Laufen, radeln, schwimmen rund um die Uhr, das taten rund 150 Frauen und Männer beim ersten Badriathlon. Um den Sieg ging es nicht, sondern um den guten Zweck.

Pünktlich um 12 Uhr am Samstag gab Bürgermeister Michael Kölbl den Startschuss für den ersten Badriathlon. Rund um das gesamte Sportzentrum beteiligten sich in dem 24-stündigen Spendenmarathon rund 150 Sportler.

Gute Laune auch nach Stunden auf dem Spinningrad. Drei Ausdauerkünstler hielten 24 Stunden durch. Fotos: Unterforsthuber

Auf der 400-Meter-Bahn im Stadion drehten Läufer und Geher unermüdlich Runden für Runde. Hervorzuheben ist hier der persönliche Rekord von Bernhard Hell: Er lief 108,8 Kilometer. Auch Bodo Rathsburg, der älteste Teilnehmer mit 74 Jahren, erzielte auf der Laufbahn einen erstaunlichen Rekord. In den 24 Stunden ging der aus Frankfurt angereiste Teilnehmer sage und schreibe 104,4 Kilometer. Einmal nach München und zurück.

An den extra abgesperrten Bahnen in der Schwimmhalle sorgten die Wasserwacht sowie Mitarbeiter der Stadtwerke und freiwillige Helfer für einen reibungslosen Verlauf durch die ganze Nacht. Zwei der Schwimmer brachten hier über 10000 Meter zusammen. Michael Humel kam exakt auf 10 000 Meter. Dabei wurde er nur noch von Michaela Wittchow übertroffen. Sie schwamm 10250 Meter.

Bodo Rathsburg war mit seinen 74 Jahren der älteste Teilnehmer - und mit 104,4 Kilometern gehen auch einer der erfolgreichsten.

Sofort nach dem Countdown des Bürgermeisters nahmen über 30 Fahrer auf den Spinningrädern in der Badriahalle ihre virtuelle Fahrt durch die Landschaft auf. Auf Anweisung engagierten Instruktoren auf der Bühne ging die Fahrt bergauf und wieder runter. Bei ihrer schweißtreibenden Tour gehörte das Handtuch zu den wichtigsten Utensilien. Auf den Spinningrädern zeigten sich Sigrid Beisegel aus Landshut, Sepp Mayer aus Wasserburg und Michael Köhldorfner aus Schnaitsee am ausdauerndsten. Sie verbrachten die gesamten 24 Stunden auf ihrem Sportgerät. Für alle Sportler stand im Vordergrund: "Helfen und Spenden sammeln. Jede Laufrunde, jede Schwimmbahn, jede Spinningstunde bringt Hilfe."

Zwischendurch konnten sich alle Sportler an Buffets stärken. Das hier alle versorgt waren, dafür wurde von den Organisatoren um Andreas Bauer, Vorstand des Vereins "Begegnungen mit Menschen", gesorgt. Zusammen mit den Stadtwerken, dem "Schellensau"-Team und Dietmar Mücke hatte der Verein den Badriathlon organisiert.

"Hier sind altbekannte und bewährte Benefizler am Werk. Deren Vorhaben werden wir immer nach besten Möglichkeiten unterstützen. Hier wissen wir, jeder Cent kommt an der benötigten Stelle an" zeigte sich Kölbl angetan von den Aktivitäten. Er selber stieg auf das Spinningrad. "Vorbereitet hab ich mich natürlich", schmunzelte das Stadtoberhaupt. "Zwei- mal in der Woche bin ich auf meiner Hausstrecke beim Walken. Dann schwimme ich viel in den schönen Seen des Wasserburger Umlandes und radeln tu ich so ein bissl in der Freizeit."

Der Verein "Begegnungen für Menschen" war überwältigt vom Erfolg des ersten Badriathlons und hofft ebenso wie der Bürgermeister auf eine Fortführung dieser Veranstaltung. Die endgültige Spendensumme, die dem Mehrgenerationenhaus in Wasserburg sowie der Ärzteorganisation "Interplast Germany" zur Verfügung gestellt wird, soll bis zum 27. September ermittelt werden.

ju/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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