Jetzt einheitliche Hinweisschilder

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Das kunterbunte Durcheinander im Schilderwald hat in Soyen jetzt ein Ende.

Soyen - Für sehr viel Zündstoff sorgte auch dieses Mal das Thema "Hinweisschilder in Soyen".

Bürgermeister Karl Fischberger zeigte eingangs etliche Bilderbeispiele von teils sehr schönen, aber auch sehr unterschiedlichen Wegweisern an den Gemeindestraßen.

In der anschließenden Diskussion kristallisierten sich, wie bereits in der letzten Sitzung, verschiedene Lager heraus.

Ein Teil der Gemeinderatsmitglieder wollte einen eher freizügigen Umgang mit der Beschilderung, die anderen waren Vertreter für eine einheitliche Beschilderung. Schließlich stellte Dritter Bürgermeister Karl-Heinz Nießner, als Polizeioberkommissar Verkehrsexperte bei der Polizeidienststelle in Wasserburg, fest, dass es gesetzliche Vorschriften gibt, an die sich die Gemeinde als Straßenverkehrsbehörde schlichtweg halten müsste.

Bei "erheblichem Besucherverkehr von außerhalb" kann es aber unter Umständen zur Aufstellung nichtamtlicher Hinweisschilder kommen, beziehungsweise wenn ohne diese das Ziel nicht ohne Weiteres aufgefunden werden kann. Im Einzelfall kann dies genehmigt werden, jedoch besteht kein Rechtsanspruch auf eine Zulassung nichtamtlicher Schilder, so hieß es.

Mit einem knappen Ergebnis von acht zu sechs Stimmen entschied sich der Gemeinderat nach einem ausgiebigen Meinungsaustausch für eine einheitliche Beschilderung im Ort, die in Zukunft nur noch mit Antrag und auf Kosten des Antragstellers zugelassen werden sollen. Die Schilder sehen so aus, wie es auch häufig in anderen Gemeinden üblich ist: in dem Grundton Braun mit weißer Schrift, Symbole hingegen auf weißem Grund mit schwarzer Schrift. Weitere Werbung sei dabei nicht erlaubt. Die bisher wild angebrachten Privatschilder sollen nun mit einer übergangsfrist bis 2010 im Gemeindebereich entfernt werden.

Diskutiert wurden zudem auch einige Varianten der zukünftigen Beschilderung. So setzte sich Peter Oberpriller für ein Leitsystem mittels großer Ortspläne an den Ortseingängen ein, Peter Müller sprach sich ausdrücklich für das bestehende System aus. Josef Willnhammer schlug schmunzelnd vor, die auswärtigen Besucher absichtlich auf Nebenstrecken mit schönen Biergärten und Geschäften vorbeizulocken, so würde sich vielleicht der Umsatz der Gemeinde erhöhen.

Dem aktuellen Antrag von Christian Gahren, dem Geschäftsführer der zwei Soyener Pflegeheime, auf Beschilderung zu den Pflegeheimen Schlicht und Pichl wurde einstimmig entsprochen. Danach können nun drei Schilder im Gemeindebereich nach den neuen Vorgaben aufgestellt werden, eine weitere Beschilderung an der B15 müsste dann beim Straßenbauamt in Rosenheim beantragt werden.

mbe/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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