JU: Minderjährige Flüchtlinge besser verteilen

Junge Gemeinde- und Kreisräte aus dem Landkreis Rosenheim diskutierten mit dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann.

Landkreis - Die Junge Union im Landkreis diskutierte beim Kommunalpolitikertag mit Innenminister Herrmann. Im Fokus: Die Verteilung minderjähriger und unbegleiteter Flüchtlinge.

Im Rahmen des Kommunalpolitikertages der Jungen Union (JU) diskutierten junge Gemeinde- und Kreisräte aus der Region Rosenheim mit Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. Die Rosenheimer Delegation machte dabei insbesondere auf das Problem der sprunghaft steigenden Zahl von unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlingen im Landkreis aufmerksam. JU Kreisvorsitzender Florian Gerthner erklärte hierzu, dass die derzeitige Gesetzeslage eine Unterbringung in dem Landkreis vorschreibt, indem die Kinder aufgegriffen werden. Die besondere Lage des Landkreises Rosenheim mit zwei Autobahnen und einem Eisenbahnknotenpunkt führe dazu, dass die Anzahl dieser Flüchtlinge im letzten Jahr bei uns explodiert sei. Darauf seien die qualifizierten Betreuungseinrichtungen in der Region nicht ausgelegt. „Unsere Leistungsfähigkeit wird aktuell überfordert und wir fühlen uns hier von der überörtlichen Politik allein gelassen“, so JU-Kreischef Gerthner.

Auch die Priener Gemeinderätin Annette Resch appellierte an den Innenminister, hier die Gesetzeslage anzupassen, so dass auch geeignete Einrichtungen in den Nachbarlandkreisen genutzt werden können. Herrmann sagte zu, sich diesem Problem anzunehmen und für einen Verteilungsschlüssel auf die bayerischen Landkreise einzusetzen. Spontan versprach auch Traunsteins Landrat Siegfried Walch bei akutem Bedarf die Hilfe seines Landkreises.

JU Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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