Politik für Frauen mit Herz und Verstand

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Frauenpower bei der Frauen-Union (v.l.n.r.): MdB Daniela Ludwig, Kreisvorsitzende Sabine Balletshofer und die oberbayerische Bezirksvorsitzende Ulrike Scharf

Amerang – Der Rahmen war so exquisit wie die Schar der Gratulanten: Mit einem Festakt auf Schloss Amerang hat die Frauen-Union Rosenheim-Land ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert.

Die Kreisvorsitzende Sabine Balletshofer konnte zum Jubiläum eine Erfolgsbilanz ziehen. „Wir haben fast 600 Mitglieder im Landkreis Rosenheim, wir stehen für die Anliegen der Frauen und wir bringen sie konsequent in die Politik der CSU ein.“

Die Bezirksvorsitzende der Frauen-Union Oberbayern Ulrike Scharf sagte, die Frauen-Union habe 50 Jahre lang erfolgreich die Interessen der Frauen in Politik und Gesellschaft vertreten. Bayern stehe wirtschaftlich sehr gut da. „Wir müssen daran arbeiten, diesen Standard zu halten. Unsere Arbeitsgemeinschaft ist der beste Botschafter, wenn es um die Themen für Familien geht.“

Die Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig bezeichnete in ihrer Festrede das Engagement der Frauen-Union als Politik mit Herz und Verstand. „Wir haben uns immer nur an den Menschen orientiert, nie an Ideologien.“ Größtes Anliegen sei die Wahlfreiheit, wenn es darum gehe, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. „Bei uns muss sich keine Frau rechtfertigen, wenn sie nach der Geburt ihres Kindes möglichst bald wieder arbeitet, oder bei ihrem Kind bleiben will. Ich will, dass beides möglich bleibt.“ Weiteres zentrales Thema der Frauen-Union ist nach den Worten der heimischen Wahlkreisabgeordneten die längst überfällige Korrektur bei der Mütterrente. „Das ist kein politisch großer Wurf. Niemand kann erklären, warum Frauen, die ihre Kinder vor 1992 bekommen haben, weniger Rente bekommen. Hier gibt es bei uns auch keinen Kompromiss. Diese Ungerechtigkeit muss komplett beseitigt werden. Die Frauen-Union war es, die dieses Thema auf die Tagesordnung gesetzt hat.“

Ludwig bekräftigte ihr Nein zu einer Frauenquote für Aufsichtsräte. „Was hilft es den Frauen an der Kasse im Supermarkt, den Frauen, die weniger verdienen als die Männer, wenn wir zwei bis drei weibliche Aufsichtsräte mehr haben? Wir haben sehr viel wichtigere Themen. Ein Unternehmen, das für die Zukunft gut aufgestellt sein will, wird um Frauen nicht herumkommen.“

Auch in der Politik habe sich viel getan. Niemand habe sich vor Jahren vorstellen können, dass eine Frau Bundeskanzlerin werde. „Was sie auszeichnet: sie weiß, was sie will, sie schreitet konsequent voran und lässt sich nicht abbringen.“ Dennoch sind die Frauen in der Politik noch nicht ausreichend vertreten, betonte Ludwig. „Parlamente haben den Anspruch, der Spiegel der Gesellschaft zu sein. Das würde heißen: 50 Prozent Frauen, 50 Prozent Männer.“ Doch auch das werde man mit der Quote nicht erreichen. Daniela Ludwig appellierte an die Frauen, bei der nächsten Kommunalwahl ihre Ansprüche geltend zu machen und stark zu bleiben. „Ohne Frauen ist kein Staat zu machen. Ich würde mir schon wünschen, dass wir mehr weibliche Bürgermeister hätten.“ Dabei, so meinte die heimische Abgeordnete humorvoll, sei Frau zu sein keine leichte Sache. „Eine Frau zu sein, ist eine schrecklich schwierige Aufgabe, weil sie ständig mit Männern zu tun hat“, sagte sie unter dem Applaus der Festgäste.

Weitere prominente Gratulanten waren Josef Neiderhell, der Ameranger Bürgermeister August Voit, die beiden Landtagsabgeordneten Annemarie Biechl und Klaus Stöttner und die Bezirksräte Sebastian Friesinger und Eleonore Dambach. Landrat Neiderhell sagte, Frauen, Familien und Kinder bräuchten Anwälte für ihre Anliegen in der Politik, und das seien die Frauen. Schon sein Vater habe Franz Josef Strauß bewundert, erinnerte sich Neiderhell. „Er hat mir gesagt: Franz Josef Strauß baut ein modernes Bayern, und er will, dass die Frauen in der Politik was zu sagen haben. Das habe ich mir bis heute gemerkt.“

Pressemitteilung Büro MdB Daniela Ludwig

Quelle: rosenheim24.de

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