Jugendfest: Es hätten mehr sein dürfen

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So friedlich war der Bulle nicht immer.

Wasserburg - Musik, Spiele, Spaß und etwas Neues kennenlernen, das ist für viele Besucher das Wasserburger Stadtjugendfest.

Insgesamt zeigte sich Ralph Hölting als Organisator mit dem Stadtjugendfest am Samstag zufrieden. Sicher, es hätten schon mehr Besucher und mehr Vereine sein dürfen, aber erstaunlich sei immer wieder die Hilfsbereitschaft und Zuverlässigkeit der eigenen Klientel.

Die Gruppe "Next To Nine 44" mit ihrer ruhigen Musik spielte am Abend als Erstes.

Wer am Samstagnachmittag alleine der Musik folgte, konnte da schon einmal zum Gartenfest der Feuerwehr abbiegen. Aber auf dem Parkplatz Am Gries präsentierte sich ein eindeutiges Bild: Vereine und Einrichtungen hatten ihre Stände aufgebaut und zeigten sich und ihre Arbeit der Öffentlichkeit.

Oft war ein pädagogischer Hintergrund dabei, etwa wenn die Mittelschule auf einen Rausch-Parcours einlud. Mit Hilfe einer Brille ließen sich unterschiedliche Zustände im alkoholisierten Zustand mit der Absicht nachbilden, dass der Heranwachsende keine Lust verspürt, betrunken am Straßenverkehr teilzunehmen.

Etwas Neues lernen, das konnten die Jugendlichen zum Beispiel bei der muslimischen Jugend. Warum tragen diese Frauen islamische Kleidung, wie oft beten sie am Tag, wie sind die Namen von Propheten, diese und andere Fragen hätten, so Ali Pala, erstaunlich viele beantworten können, "wahrscheinlich aus dem Religionsunterricht", mutmaßt er.

Berührungsängste gebe es hier keine, unterstreicht der Leiter des Jugendtreffs Innsekt, Ralph Hölting. Denn gerne würde man auch hiesige Kirchen begrüßen und vor allem mehr Vereine, die sich und ihre Jugendarbeit präsentieren möchten.

An der Kletterwand bei der Realschule.

Die Schützenbrüder Wasserburg waren zwar wieder dabei und die Freude der Kinder ist groß, wenn sie ins Ziel treffen. Aber auch nach sieben Festen sei aufgrund dieser Präsenz kein Jugendlicher Mitglied beim Wasserburger Schützenverein geworden, bedauert Schützenmeister Herbert Springer, trotzdem bleibe man dem Fest voraussichtlich weiter treu. Insgesamt bauten einige schon früh ihre Informationsstände ab.

Ständiger Andrang herrschte an der Kletterwand bei der Realschule, ein Kicker für bis zu acht Spieler war ständig belegt, neu war das Bullriding, Spielerinnen des TSV halfen beim Treffen des Basketballkorbs, man konnte auf einem Seil balancieren, internationales Essen wie süße Teilchen, Börk aus Teig oder Crêpes probieren und vieles mehr.

Einige der Angebote richteten sich aber eindeutig an die Eltern, das sei genutzt worden, zeigte sich Familienberaterin Erika Pohl vom Projekt "In(n)-Familie" zufrieden. Es gehe auch darum, Präsenz zu zeigen, und "wir können helfen".

Wer bei der Verlosung mitmachen wollte, musste sich mit einem Laufzettel auch hier einen Stempel abholen.

Kurz nach 18 Uhr begann der musikalische Teil mit Bands aus dem Wasserburger Raum. Zuerst betraten "Next To Nine 44" die Bühne und ließen es ruhig angehen, "Unique Experience" präsentierten ursprünglichen Rock, die Partymusik kam mit "Django S." auf die Bühne und auch das Fußballspiel war auf einer Leinwand zu verfolgen.

Frauenfußballfieber, acht können am Kicker spielen.

Ralph Hölting feute sich, dass sich bei dem Fest spontan Jugendliche zum Mithelfen anboten. In zwei Schichten waren etwa 30 Innsekt-Besucher als Helfer eingeteilt, "dieses Engagement und die Zuverlässigkeit freue ihn sehr", sagt Hölting. Auch die Spenden könne man sehr gut gebrauchen, 3000 Euro vom Bezirksjugendring, 2000 Euro von der Sparkasse und noch einmal 1000 Euro vom Kreisjugendring. Im vorigen Jahr musste man weniger als 1000 Euro dazulegen. Das zeige ihm, dass dieses Fest einen großen Stellenwert besitzt.

kg/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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