"Museumsrallye" für Schüler

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Frontalunterricht und Rohrstock: So, wie es in der alten Schule des Museums gezeigt wird, geht es bei den Jugendführungen ganz sicher nicht zu.

Wasserburg - "An erster Stelle stehen bei den Jüngeren die thematischen Museumsführungen und die Rallye", so Sonja Fehler, Leiterin des städtischen Museums.

Schon der langjährige Museumsleiter Ferdinand Steffan hat großen Wert darauf gelegt, Kinder und Jugendliche gezielt anzusprechen. Seine Nachfolgerin Sonja Fehler hat nun neue thematische Führungen entwickelt. Und die "Museumsrallye" wird jetzt auch für Schulklassen angeboten.

Die Erfahrungen des vergangenen Jahres hätten gezeigt, was Lehrer und Schüler sich vom Museum wünschten, so die Museumsleiterin: "An erster Stelle stehen bei den Jüngeren die thematischen Museumsführungen und die Rallye."

Grundschulklassen buchen bevorzugt die Führung "Ganz schön schwer - Leben und Arbeiten früher". Dabei werden die historische Küche, die alte Schule und die Postkutsche aufgesucht. Einige Klassen machen auch in den inszenierten Handwerksstätten wie Schmiede und Bäckerei Station. Die etwas Älteren nehmen daneben gerne die Themen Flachsverarbeitung - von der Feldpflanze bis zum Webstuhl - sowie "Wohnen auf dem Bauernhof" mit hinzu. Hier entscheidet jede Klasse selbst, welche Themen für sie gerade wichtig sind.

Die zweitliebste Führung erzählt "Vom Steinbeil zum Römerstein - Die Vor- und Frühgeschichte der Region" (siehe Infokasten). Sie erklärt die Geschichte unserer Region von der Steinzeit bis zu den Bajuwaren und zeigt an praktischen Beispielen, wie man mit Steinen Feuer machen oder Leder schneiden kann, wie sich die Menschen in der Bronzezeit kleideten und wie es in einer römischen Küche zuging. Die Führung ist besonders interaktiv gestaltet und wird durch kleine Vorführungen ergänzt.

"Auf der nassen Strass - Innschifffahrt und Handel" richtet sich an die etwas Älteren. Die klassische Schwerpunktführung thematisiert das wichtigste Kapitel der Wasserburger Stadtgeschichte, erklärt anschaulich die Funktionsweise eines Schiffszuges und zeigt, wie die reichen Handelsherren lebten.

Daneben gestalten die Museumsmitarbeiter auf Wunsch auch jederzeit Führungen zu anderen Ausstellungsbereichen.

Bei der Museumsrallye erkunden die Kinder in kleinen Gruppen selbstständig alle für sie interessanten Ausstellungsbereiche. Dabei ist Lesen, genaues Hinsehen und Kombinieren gefragt. "Die Rallye bringt jede Menge Spaß und kann auch nach einer kleinen Brotzeit im Anschluss an eine Führung unternommen werden", so die Erfahrung von Sonja Fehler.

Das Museum ist an den Vormittagen und montags für die Öffentlichkeit geschlossen und widmet sich in dieser Zeit nur den angemeldeten Schulklassen und Jugendgruppen. Auf diese Weise verbringen die Gruppen dort eine gemeinsame Zeit, ohne Rücksicht auf andere Besucher nehmen zu müssen. Für die Vor- und Nachbereitung des Besuchs in der Schule stellt das Museum Materialien zur Verfügung.

Neben der Organisation von Führungen arbeitet das Museum auch in Kooperationsprojekten mit den umliegenden Schulen zusammen. Sei es in Form von kleinen Ausstellungs- und Forschungsprojekten, heimatkundlichen Filmen und Artikeln oder als unterstützende Kraft für historisch ausgerichtete Seminararbeiten.

Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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