Es kann nur besser werden

Wasserburg - Einen vernünftigen Gehweg von der Burg bis in die Altstadt wünschen sich nicht nur die Bewohner des Altenheimes, den will auch die Stadt.

Wie der ausehen könnte, damit beschäftigte sich jetzt der Bauausschuss.Spätestens nach dem von Seniorenreferentin Friederike Kayser-Büker angeregten Rundgang durch die Stadt mit Kommunalpolitiker, Bauamt und dem rollstuhlfahrenden Leiter der jungen MS-Gruppe im April war klar, dass der Weg von der Rampe über die Burg hinunter in die Stadt verbessert werden muss. Der Bauausschuss beschloss eine Machbarkeitsstudie. Und diese lag jetzt in der ersten Sitzung nach der Sommerpause vor.

Diplomingenieur Konrad Haindl hatte dabei unter anderem eine Idee von Stadtbaumeister Manfred Förtsch-Menzel aufgegriffen, wie der Gehweg von der Burg in die Stadt ohne Stufen gestaltet werden könnte. Denn bei dem starken Gefälle wäre schon das ein Fortschritt, so Haindl. Machbar ist das auf der rechten Seite der Schmidzeile stadtauswärts.

Von der Ecke Schustergasse bis hinauf zum Ganserhaus entstünde ein neuer Gehweg mit Hochbord, es bliebe eine Straßenbreite von 4,80 Meter übrig. Der bestehende Gehweg vom Ganserhaus aufwärts sollte laut Haindl verbreitert werden und dann an der Kurve, wo er jetzt für ein paar Meter unter Arkaden verschwindet, mit einer Breite von 1,50 Metern auf die Fahrbahn verlegt werden.

Das sei durchaus möglich, so Haindl, verbessere letztendlich sogar für Autofahrer die Sicht hinauf Richtung Burg deutlich. Allerdings müsste auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Gehweg leicht veschoben werden, sonst würde es für Busse in dieser Kurve zu eng. Begegnungsverkehr sei in der Kurve bei einer übrig bleibenden Fahrbahnbreite von 3,80 Metern nicht mehr möglich, die von der Burg kommenden Fahrzeuge sollten seines Erachtens Vorrang haben.

Auf Höhe des Altenheimes hat Haindl eine Fahrbahnverengung auf vier Meter geplant, die schon aufgrund ihrer Torwirkung die Fahrzeuge abbremst, auch dort kämen zwei Pkws nicht aneinander vorbei. Was für die Bewohner des Altenheimes die Situation ungemein verbessern würde, so Haindl.

Er habe aber eine Druckampel noch nicht aufgegeben. Die hatte das Straßenbauamt mit Verweis auf die zu geringen Fußgängerzahlen bisher abgelehnt. Haindl hat aber nach eigenem Bekunden eine rechtliche Grundlage gefunden, auf der die Druckampel doch durchzusetzen wäre: Sind besonders schutzbedürftige Personen betroffen – darunter fallen sowohl Kinder als auch Senioren – sind die Mindestzahlen nicht bindend, „da gibt es sicher noch Argumente“.

Fahrbahnverengung plus Druckampel sei natürlich die sicherste Lösung, sowohl für Schulkinder wie für die Altenheimbewohner, so Friederike Kayser-Büker. Der ganze Vorschlag zur Gehweggestaltung freue sie unheimlich, sie bleibe aber an dem Thema Fußgängerampel mit Nachdruck dran, das sei sie als Seniorenreferentin den Bewohnern des Altenheimes auf der Burg schuldig. Sie bekam Rückendeckung von den Ausschusskollegen, Bürgermeister und Verwaltung, die sich einig waren, auf der Ampel zu bestehen.

Auf der Grundlage der jetzt von Haindl vorgestellten Planung für die Anbindung der Burg an die Stadt soll das Verfahren weiter voran getrieben werden. An den Kosten – von Haindl mit 225.000 Euro beziffert – wird es nicht scheitern, die lassen sich, so Bürgermeister Michael Kölbl, sicher bewerkstelligen. Allerdings kann die Stadt nicht selber aktiv werden, da die Straße auf der Burg eine Staatsstraße ist und damit in die Zuständigkeit des Staatlichen Bauamtes fällt. Da ist Kölbl aber optimistisch: „Es bleibt kein Argument mehr dagegen über – die Planung ist sehr schlüssig.“

syl/Wasserburger Zeitung

 

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Region Wasserburg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser