Keine Datenleitung - kein Umzug

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Alles wurde pünktlich fertig an der neuen Kfz-Zulassungsstelle in Staudham. Nur die Datenleitung ließ auf sich warten und verzögerte den Umzug, der nun Ende des Monats sein soll.

Wasserburg - Nicht nur auf dem Land kann die Anbindung an schnelle Datenleitungen ein Problem sein: Der Umzug der Kfz-Zulassung nach Staudham hat sich deshalb verzögert!

Anfang Dezember fielen die Verantwortlichen im Landratsamt aus allen Wolken: In Staudham war alles fertig für den Umzug der Kfz-Zulassungsstelle. Aber die schon länger beantragten speziellen Datenleitungen waren nicht verfügbar. Es gebe einen Engpass zwischen Staudham und dem Knoten in Gabersee, teilte die Telekom mit. "Und ohne Online-Verbindung kann man natürlich nicht umziehen", so Landratsamts-Sprecher Michael Fischer.

Inzwischen wurde das Problem gelöst. Es musste nicht größer aufgegraben werden, um ein neues Hauptkabel zu legen, wie anfangs mitgeteilt. Damit hätte sich der Umzugstermin nämlich Richtung Sommer verschoben. Die Telekom hat vielmehr kurzfristig einen neuen Kabelverteiler gesetzt und "noch am 24. Dezember die Leitung geschaltet", wie Telekom-Sprecher Udo Harbers der Redaktion mitteilte. Inzwischen stehen die Standverbindungen für die Kfz-Zulassungsstelle wohl, der Umzug aus der Altstadt ist in Kürze vorgesehen.

In Wasserburg kennt die Telekom offiziell DSL-Engpässe "nur in solchen Spezialfällen." Thomas Rothmaier, der sich bei der Stadtverwaltung um das Thema kümmert, weiß aber auch andere Fälle: "In Reitmehring haben auch private Interessenten ein Problem." Und: "Sicher hätten auch noch mehr Firmen ein Interesse an leistungsfähigeren Datenleitungen." Bei der Stadt sei aber noch kein Betrieb konkret vorstellig geworden.

In Reitmehring wechseln dem Vernehmen nach immer mehr Kunden zu Kabel Deutschland, das über sein Kabelnetz ebenfalls DSL- und Telefonverbindungen anbietet. An anderen, etwas abgelegeneren Stellen könnte das neue LTE-Netz eine Lösung sein, das ab April im Wasserburger Raum zur Verfügung stehen soll und für das die Telekom hohe Datenraten über Mobilfunk verspricht.

Denn der Bau weiterer Kabelverzweiger mit Signalverstärkern, die bei größeren Distanzen notwendig wären, oder gar das Einziehen neuer Glasfaser-Kabeltrassen als Rückgrat schneller Verbindungen "kann richtig teuer werden", so Harbers. Die Telekom werde hier nur aktiv, wenn beispielsweise die Kommune konkreten Bedarf anmelde. Das gilt auch für die offensichtlich ziemlich ausgelastete Verbindung zwischen Staudham und dem Knoten in der Stadt.

Immerhin hat es im Gewerbegebiet noch für den TÜV gereicht, der pünktlich Ende Dezember in sein neues Gebäude in Staudham umgezogen ist. Bei weiteren größeren Gewerbeansiedlungen "könnte es hier aber schon eng werden", so Harbers.

Der will auch für den Rest des Netzes in Wasserburg keine Garantie geben: "Das alte Kupferkabelnetz ist historisch gewachsen. Natürlich kann es an der einen oder anderen Stelle auch an seine Grenzen stoßen."

Karl Königbauer (Wasserburger Zeitung)

Quelle: rosenheim24.de

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