Kölbl verteidigt Schulinvestitionen

Wasserburg - Bürgerversammlungen im Burgerfeld im Pfarrsaal St. Konrad sind immer gut besucht, so auch diese Woche. Bürgermeister Michael Kölbl freute das Interesse.

Das und die vielen Fragen der am gemeindlichen Leben interessierten Burgerfelder freuten Bürgermeister Michael Kölbl, der sich wünschte, so möge es bei allen Stadtteilversammlungen sein.

Nach der Präsentation all der Dinge, die in diesem Jahr erledigt wurden oder in den nächsten Tagen erledigt werden, war der 15-Millionen-Brocken Sanierung der Mittelschule und Turnhallenneubau Thema der ersten Frage.

Wasserburg bleibe eine Schulstadt

Warum man soviel Geld in die Schule stecke, wenn, wie bei der Situation der Wasserburger Kindergärten beschrieben, es immer weniger Kinder gebe. Als Schulstadt, so Kölbl, habe sich der Stadtrat klar dafür ausgesprochen. Viele Mittelschulen kämpften ums Überleben. Im Mittelschulverbund mit Rott, Eiselfing, Schnaitsee und Edling würde, auch im Fall möglicher Reformen, Wasserburg auf jeden Fall überleben, denn nur hier gebe es ein komplettes Angebot samt Mensa, "wir wollen für jeden die bestmögliche Ausbildungschance bieten".

Große Aufreger gab es bei dieser Bürgerversammlung nicht, mehr Fragen und einige Anregungen. Im Enzianweg wäre es recht, wenn die Hecken geschnitten werden würden, die betreffenden Anlieger werden eine entsprechende Infobroschüre bekommen. Und einigen wäre es recht, wenn in der Dr.Fritz-Huber-Straße mehr kontrolliert würde, weil die Autofahrer zu schnell unterwegs sind.

Richard Gottwald von der Polizei berichtete allerdings von Messung mit wenig dramatischen Ergebnissen. Dem Vorschlag, das Tempomessgerät aus der Ponschabaustraße einmal in der Dr.Fritz-Huber-Straße aufzustellen, wird nachgegangen.

Kölbl zum Strompreis: Die Stadt ist ehrlich

Auch das Schreiben der Stadt zur Strompreiserhöhung ab 1. Januar, das viele am Tag der Bürgerversammlung in den Briefkästen hatten, sorgte für keine Diskussionen. Einzig ein Burgerfelder, der mit den früher vielgelobten Nachspeicheröfen heizt, konnte nicht ganz verstehen, warum es dafür keinen eigenen Tarif gibt. "Es ist egal welcher Tarif, wir geben auf die bisherige Kalkulation was uns von außen aufgebürdert wird", erklärte der Bürgermeister und Werkreferent Helmut Schedel ergänzte, die Stadt sei ehrlich, wenn sie ab 1. Januar erhöhe, denn alle Stromanbieter müssten das tun, nur einige würden sich wohl länger als Billiganbieter verkaufen wollen.

Die Frage, ob man wisse, ob wieder ein Laden in den leerstehenden Schleckermarkt käme, wurde mit "nein" beantwortet wie auch die, ob es im Burgerfeld noch mehr Wohnraumverdichtung geben werde als die bis jetzt vorgesehene Bebauung.

"Das ist eine Überlegung wert"

Es gab einen Appell, die guten Chancen für die Altbahnstrecke zu nutzen, die Stadt habe ja dadurch auch eine Wertsteigerung, was nicht mit wenig Applaus quittiert wurde. Es gab die Bitte, schon früh mit Rio Konkret zu sprechen, dass auch nächstes Jahr die Musik so leise spielt wie heuer.

"Eine Überlegung wert" fand Kölbl die Anregung, dass bei der Gehwegverbreiterung in der Schmidzeile wegen der vielen Wagerl und Rollstühle noch ein bisschen weiter um die Ecke verbreitert wird. Und die Anregung vom früheren Stadtbaumeister Manfred Förtsch-Menzel, dass in Reitmehring der viel von Radlern und Fußgängern genutzte Kirchenweg asphaltiert werden sollte, weil der Dreck sich auf dem jetzigen Mineralbeton schlecht beseitigen lasse, soll an die Nachfolgerin Mechtild Herrmann weitergegeben werden.

vo/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © re

Zurück zur Übersicht: Region Wasserburg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser