Kindergärten und -krippen weiter voll

Wasserburg - Weniger Kinder? Nicht in den städtischen und kirchlichen Kindergärten. Und in den Krippen beziehungsweise Mini-Gruppen schon gar nicht.

"Oh, das ist schon auffällig". Peter Reinthaler, in der Stadtverwaltung unter anderem zuständig für die Kindergärten, stutzt beim Blick auf die Zahlen für die Nördliche Burgau. Derzeit gehen dort 65 Mädchen und Buben in den Kindergarten, für das nächste Jahr sind nur 55 angemeldet. Ob sich da doch die geburtenschwachen Jahrgänge bemerkbar machen? "Na, in Reitmehring geht's komischerweise aufwärts", zeigt er nächste Blick in Reinthalers Computer - 50, vielleicht 51 Kinder statt aktuell 45. Und in der Altstadt? Da sind die Zahlen stabil. Dieses Jahr sind es 67 Mädchen und Buben, für das nächste sind 63, später dann 65 angemeldet.

Der kirchliche Kindergarten St.Konrad im oberen Burgerfeld "ist wieder rappelvoll", sagt Kindergartenleiterin Elisabeth Fischer, da gibt es für die drei Gruppen eine Warteliste. In der "Filiale" St. Jakob im unteren Burgerfeld sind nach aktuellem Stand noch sieben Plätze frei.

36 Plätze für Kinder unter drei Jahren gibt es in städtischen und kirchlichen Einrichtungen. Und alle sind belegt. Das Dutzend in Elisabeth Fischers Mini-Gruppe ist voll, die beiden städtischen Krippen in der Nördlichen Burgau und in Reitmehring sind es auch. "Da haben wir die Wasserburger Kinder a bisserl hin und her schieben müssen, weil in Reitmehring noch einige auswärtige Kinder angemeldet sind", erzählt Reinthaler. Aber selbstverständlich seien Geschwister in der selben Krippe untergekommen.

Neben den Zwergerln und den regulären Kindergartenkindern hat Elisabeth Fischer noch eine ständig wachsende Gruppe, die Schulkinder. Waren es in diesem Kindergartenjahr sechs Schüler, die zum Mittagessen und zur Hausaufgabenbetreuung - und natürlich zum Spielen - kamen, sind es im kommenden Jahr schon 15. Und die dürfen auch schon in den Ferien in den Kindergarten kommen.

In zwei Kindergärten gibt es ab dem Sommer neue Leiterinnen. Im Burgerfeld geht Elisabeth Fischer in den Ruhestand. Ihre Nachfolgerin kennen die Kinder aber schon, Christine Aicher wurde gleich als Stellvertreterin und Nachfolgerin eingestellt.

Für die städtischen Kindergärten hatte sich der Stadtrat geeinigt, dass für die Leitungsposition Bewerberinnen oder Bewerber mit einem Fachhochschulabschluss oder einer vergleichbar qualifizierten Ausbildung bevorzugt würden. Für die Stelle in Reitmehring gab es "keine einzige Bewerbung in dieser Richtung", so Reinthaler. Allerdings ermögliche die Stadt ihren Kindergartenleiterinnen und auch den Erzeiherinnen immer Weiterbildungen, dränge sogar darauf. Warum also sollte sich Alexandra Piotr, die Petronella Brumbauer nachfolgt, nicht nebenbei zur Sozialfachwirtin fortbilden?

In der "Kindergartensitzung", in der die Qualifikationen für Kindergartenleitungen festgelegt wurden, ging es auch um Qualitätsmanagement in den städtischen Kindergärten. Das wird normalerweise in den Einrichtungen selber gemacht. Nicht so in den Wasserburger Kindergärten. Da kümmert sich eine beauftragte von außen um das Qualitätsmanagement. Die Konzeptionen und andere unterlagen habe diese Beauftragte schon eine ganze Weile, "konkret ist", so Reinthaler, "aber noch nichts."

Konkret ist allerdings, dass die vom Stadtrat beschlossene maximale Schließungszeit von drei Wochen eingehalten wird. Die Urlaubszeiten der Kindergärten sind entsprechend gestaffelt angesetzt. So können berufstätige Eltern ihre Zwergerl statt in die Altstadt nach Reitmehring bringen - oder umgekehrt. Was sie laut Reinthaler kaum tun: "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Eltern das Angebot nicht gern annehmen."

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Region Wasserburg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser