Kindergarten: Verzögerung verboten

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Rott - Um Detailfragen der Kindergartengestaltung ging es im Rotter Gemeinderat noch einmal. Grundsätzlich geändert wurde nichts, dies alleine schon aus Zeitgründen.

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Ziegel- oder Blechdach für den Kindergarten, das war erneut die heiß diskutierte Frage im Rotter Gemeinderat. Schon in der vorangegangenen Sitzung war diese Debatte geführt worden. Im Siegerentwurf des Ideenwettbewerbs war das Dach als Stahlblechkonstruktion mit einer Neigung von acht Grad vorgesehen. Im Zusammenhang mit einer aus schalltechnischen Gründen notwendigen Anhebung der Dachneigung kam die Alternative eines Ziegeldachs ins Gespräch, für das etliche Gemeinderäte eine Vorliebe zeigten. Der planende Architekt Lippert vom Büro Krug und Grossmann erhielt den Auftrag, besonders nach Kostengesichtspunkten die Vor- und Nachteile beider Versionen zu überprüfen.

Er kam jetzt mit dem beteiligten Statiker Bleiziffer und dem mit der Objektplanung beauftragten Architekten Gössel zu dem Ergebnis, dass ein Ziegeldach in der erforderlichen Normausführung keine Kostenvorteile bringen und eine Dachneigung von mindestens zwölf Grad erfordern würde. Außerdem, so Lippert, würde eine solche Veränderung nicht mehr zum architektonischen Gesamtkonzept des Gebäudes passen, das auf ein Stahlblechdach ausgerichtet sei.

Schließlich mache der Umstieg auf ein Ziegeldach erhebliche Umplanungen besonders im Statikbereich notwendig, die eine nicht geringe zeitliche Verzögerung bedeuten würden. Der Gemeinderat war sich einig, dass der Zeitplan für den Kindergartenbau so knapp bemessen ist, dass man sich auch nicht das geringste Hinausschieben leisten kann. Der von Geschäftsführer Daniel Wendrock erläuterte Planungsablauf machte dies deutlich. Danach kann der vorgesehene Rohbaubeginn Ende September nur dann funktionieren, wenn bis dahin alles reibungslos und ohne Verzögerung klappt. Die abschließende Abstimmung erbrachte ein einstimmiges Ergebnis für die Beibehaltung des Stahlblechdachs.

Ausführlich wurde auch der detailreiche Entwurf des Landschaftsarchitekten Oberbauer zu den Außenanlagen des neuen Kindergartens diskutiert, der zwar allgemeine Zustimmung fand, aber dessen Umsetzung für manchen Gemeinderat zu hohe Kosten verursachen würde. Die Planung sieht für den Außenbereich sehr abwechselungsreich gestaltete Spiel- und Aktionsräume vor.

Das Kostenproblem beklagten vor allem die Gemeinderäte Ametsbichler und Mühlhuber (CSU). Für Franz Ametsbichler liegt die Außenplanung im Luxusbereich von Mercedes-Limousinen, wo vielleicht auch solider Mittelklassestandard reichen würde. Auf Vorschlag von Sitzungsleiter Jürgen Hüther, der den erkrankten Bürgermeister Schaber vertrat, einigte man sich darauf, an der "gehobenen" Gesamtkonzeption festzuhalten, aber den Planer gleichzeitig zu beauftragen, nach Einsparmöglichkeiten im Materialbereich und bei Einzelmaßnahmen zu suchen.

re/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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