Kindergartenstandort alarmiert Feuerwehr

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Die schmale Feuerwehrzufahrt auch noch als Erschließungsweg zum neuen Kindergarten? Dagegen wehrt sich die Rotter Feuerwehr.

Rott - Der wieder ins Gespräch gebrachte Standort für den Kindergartenneubau auf dem Grundstück hinter dem Feuerwehrhaus ruft die Rotter Feuerwehr auf den Plan.

Wie bereits durch Feuerwehr-Vorstand und Gemeinderat Josef Riedl in der jüngsten Gemeinderatssitzung dargestellt, sieht die Feuerwehr nicht nur durch die zu erwartende erneute Klage eines Nachbarn, sondern auch durch die Erschließung über die Feuerwehrzufahrt enorme Probleme auf sich zukommen.

So ist für die Feuerwehr aus Sicherheitsgründen eine vorgeschlagene Zufahrt zum Kindergarten über den Weg zum Feuerwehrparkplatz schlichtweg nicht machbar, da im Einsatzfall die Aktiven der Feuerwehr bei der Anfahrt auf die Kindergartenkinder und deren Eltern stießen, wodurch eine erhebliche Gefährdung entstünde. "Man kann nicht die Augen vor dieser Gefahr verschließen und erst, wenn ein Kind zu Schaden gekommen ist, anfangen zu lamentieren und einen Schuldigen zu suchen", heißt es bei der Feuerwehr.

Außerdem hat der nördliche Nachbar des Feuerwehrhauses und Mitanlieger des Zufahrtsweges in einem Schreiben an Bürgermeister Marinus Schaber und den Gemeinderat bereits angedroht, dass er die zur Zeit ruhende Klage gegen Feuerwehr und Schützenverein wieder vor das Landgericht bringen werde. Die Feuerwehr ist froh, dass seit dem Termin vor dem Landgericht, bei dem die Klage nur abgewiesen wurde, da der Kläger zum damaligen Zeitpunkt noch nicht Eigentümer des Grundstücks war, Ruhe herrschte, und ist auch bemüht, den Nachbarn nicht über Gebühr zu belasten, und wünscht sich, dass es bei diesem "Frieden" bleibt, so Riedl.

Entgegen der Ansicht einiger Gemeinderäte ist laut Riedl zu befürchten, dass der Nachbar bei erneuter Klage zumindest teilweise Recht bekommt, was eine erhebliche Nutzungseinschränkung für den Betrieb am Feuerwehrhaus zur Folge hätte. So müssten alle Übungen um 22 Uhr beendet sein, die letzten Fahrzeuge müssten um 22.30 Uhr den Parkplatz verlassen haben und außer den festgesetzten Übungen dürften nur an 15 Tagen im Jahr Veranstaltungen im Feuerwehrhaus abgehalten werden.

Da sich auch die Jugendfeuerwehr einmal wöchentlich trifft, Fortbildungen für die First Responder, Erste- Hilfe-Kurse für die Bevölkerung sowie landkreisweite Ausbildungen im Feuerwehrhaus stattfinden, wäre der Rahmen von 15 Abenden nicht einzuhalten, so Riedl. "Es müsste vieles an Aktivitäten im Feuerwehrhaus entfallen. Dagegen setzen wir uns zur Wehr."

Sowohl die beiden Vorstände Sepp Riedl und Hans Gilg als auch die beiden Kommandanten Manfred Lunghammer und Marcus Huber sind gegen eine Erschließung des Kindergartens über die Feuerwehrzufahrt und sehen nur die Möglichkeit einer Erschließung über die Münchner Straße.

re/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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