Kinderkrippe wird zum Streitfall

Schnaitsee - Eine Krippe muss her - darüber waren sich im Gemeinerat Schnaitsee alle einig. Reichlich uneinig waren sich dagegen die Gemeinderäte über das wie und die Kostenfrage.

Sehr intensiv und durchaus auch impulsiv verlief die Diskussion im Gemeinderat um den Einbau einer Kinderkrippe in der Volksschule. Zwar waren sich alle Räte einig, dass die Kinderkrippe notwendig sei, aber über die zu wählende Variante herrschte große Uneinigkeit. Besonders die Kosten, die mit rund 280 000 Euro veranschlagt sind, erschienen zu hoch.

Dabei war es nach Ortsterminen mit dem Jugendamt, dem Landratsamt, der Caritas, dem Kindergarten, der Schulleitung, dem Elternbeirat und der örtlichen Kirche zu der Einigung gekommen, das der ursprüngliche Vorschlag mit dem Eingang vom Norden her den anderen Varianten gegenüber erhebliche Vorteile hat. Unter anderem einen wesentlich besseren Zugang zur Schule mit der Verbindung zur Mittagsbetreuung.

Schwere Vorwürfe in pucto Kosten kamen hier von Dr. Theo Danzl schon gleich zu den Planungs- und Baunebenkosten, die mit rund 59 000 Euro sehr hoch erscheinen. „Bei diesen immens hohen Ansätzen könnte sich kein Privater mehr eine Baumaßnahme leisten“. Richard Bals stießen die 6000 Euro für Spielsachen auf: „Für Kleinkinder, die in der Krippe sind, müssen wir doch nicht für diese hohen Summe Spielsachen haben. Bei diesen Preisen könnte sich keine Familie mehr was für ihre Kinder kaufen.“

Die emotionale Diskussion im Detail und ob es zu einer Einigung gekommen ist, erfahren Sie in der morgigen Ausgabe der Wasserburger Zeitung.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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