Klagen über die Sportstätten

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Noch wird der Kunststoffboden in der Badria-Halle toleriert, doch eigentlich ist für die Basketball-Bundesliga Parkett vorgeschrieben.

Wasserburg - "Die leidigen Hallen" waren das große Thema auf der Delegiertenversammlung des TSV. Positiv ist die bevorstehende Erneuerung der Hauptschul-Turnhalle. Dafür bereitet der Boden in der Badria-Halle Kopfzerbrechen.

Die Sporthallen waren das große Thema auf der Delegiertenversammlung des TSV 1880 Wasserburg. Der Abriss der Hauptschul-Turnhalle steht an, der grundsätzlich vom Stadtrat schon beschlossene Neubau ist dringend notwendig, waren sich die TSV-Vertreter einig. Auch die Badria-Halle macht dem Verein und den Sporttreibenden zu schaffen: "Noch in diesem Jahr werden die Trennwände saniert", so Erster Vorstand Helmut Pscherer.

Für die Basketballer ist der Kunststoffboden ein Problem: Dieser sei nicht mehr zeitgemäß und genüge vor allem nicht den hohen Ansprüchen des Leistungssports, berichtete Abteilungsleiterin Gabi Brei.

Langfristig gesehen sei wohl ein Pakettboden nötig, meinten auch andere Abteilungsleiter. Dieser ist allerdings empfindlicher als der Kunststoffboden, bei Veranstaltungen nichtsportlicher Natur müsste der Parkettboden mit einem Schutz belegt werden.

Auch Alfred Schuhbeck, Zweiter Vorstand und Leiter der Abteilung Leichtathletik, sprach über "die leidigen Hallen". Die Leichtathleten fänden in Wasserburg keine idealen Bedingungen vor. Allenfalls die Sporthalle des Gymnasiums entspreche den Bedürfnissen: Sie hat einen Parkettboden.

In allen anderen Sportstätten hätten die Leichtathlethen mit Kunststoffboden zu kämpfen. Der habe eine erhöhte Verletzungsgefahr zur Folge, schade überdies gerade bei Sprüngen den Gelenken. Schuhbeck forderte darüber hinaus eine neue Stabhochsprunganlage. Die Matten der jetzigen "sind durch Mäuse angenagt". Hier seien Fördergelder von der Stadt gefragt. "Im Grundsatz" befürwortete dies Bürgermeister Michael Kölbl.

Ferner monierten Schuhbeck und Vorstand Helmut Pscherer, dass die Sportstätten immer wieder nachlässig hinterlassen würden: Licht und Wasser würden gelegentlich nicht abgedreht. Des Weiteren ärgerten sich die Putzkolonnen zunehmend über liegengebliebene Flaschen in den Umkleiden. Helmut Samer, Leiter der Abteilung Breitensport, relativierte: Bei einer so großen Auslastung der Hallen kämen solche Vorfälle eben schon mal vor.

Weiterer Kritikpunkt: Der Fußballplatz an der Badria-Halle sei in Mitleidenschaft gezogen worden: Während der Tauwetterperiode wurde darauf gespielt, was den Platz "unnötig ramponiert hat", so Pscherer. Die Vorstandschaft appellierte in diesen Fällen an die zuständigen Übungsleiter, bei denen die Verantwortung für das Training liegt.

Positiv bemerkbar gemacht hat sich die energetische Sanierung des Vereinsheims am Badria mit Fördermitteln der Stadt bei den Heizkosten; dies offenbarte der Bericht des Finanzverwalters Matthias Obermaier. Grundsätzlich befindet sich der Verein in den schwarzen Zahlen.

Die Vorstandschaft des 2051 Mitglieder starken Vereins bedankte sich geschlossen bei Bürgermeister Kölbl und Sportreferent Werner Gartner. Das "Entgegenkommen der Stadt" habe auch bei der Finanzierung der Kunststoffbahn nicht Halt gemacht; deren Kosten nahm die Stadt bereits in ihren Haushalt mit auf.

fhl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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