Klassengrößen ausgereizt

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Kaum hat das Schuljahr begonnen, stehen am Förderzentrum Bauarbeiten an: Schulleiterin Monika Puttfarcken hofft, dass der "Josefshaus" genannte Anbau bis Weihnachten so weit saniert ist, dass die Ganztagesklasse umziehen kann.

Wasserburg - Einiges Neues gibt es am Sonderpädagogischen Förderzentrum, so zum Beispiel die erste Ganztagsklasse und nach einjähriger Vakanz einen neuen Konrektor.

Das Schuljahr hat kaum begonnen, da denkt Schulleiterin Monika Puttfarcken schon über anstehende Bauarbeiten nach. Die Realschule hat, wie berichtet, den "Josefshaus" genannten Anbau geräumt und dieser soll nun komplett saniert werden. Denn da sollen die Ganztagsklassen untergebracht werden. Die hatte am Dienstag mit der sechsten Jahrgangsstufe Premiere. "Wir haben uns für die sechste Klasse als erste Ganztagsklasse entschieden, weil bei den Kleineren die Zusammenarbeit mit dem direkt gegenüberliegenden Integrationshort hervorragend funktioniert", so Monika Puttfarcken. In den nächsten Jahren soll die gebundene Ganztagsschule auf die siebte und achte, eventuell auch neunte Jahrgangsstufe ausgedehnt werden. Bis zu den Weihnachtsferien, so hofft die Schulleiterin, soll die Sanierung so weit abgeschlossen sein, dass die Ganztagsklasse umziehen kann.

Nach einem Jahr ohne Stellvertreter hat Monika Puttfarcken jetzt wieder einen Konrektor. Dieter Hartung kam aus Rosenheim ans Förderzentrum. Eine weitere personelle Ergänzung ist Verena Funk. Sie hat am Förderzentrum eine halbe Stelle, kümmert sich vor allem um die fünften und sechsten Klassen. Besonders erleichtert ist die Schulleiterin, dass sie für die beiden mit dem Ende des vergangenen Schuljahres ausgeschiedenen Kollegen Ersatz bekam. "Da habe ich schon gezittert, denn derzeit werden kaum neue Lehrer eingestellt", so Monika Puttfarcken.

Von der Lehrerzuweisung hing es auch ab, ob der mobile sonderpädagogische Dienst an den Kindergärten weiterlaufen kann. Eine komplette Lehrerstelle wird dafür gebraucht - und die Zuweisung kam.

Zwei Vorschulgruppen und zwei Anfängerklassen mit je zehn Kindern sind seit Dienstag die Kleinsten der insgesamt rund 185 Schüler im Förderzentrum. Die Klassengrößen sind laut Monika Puttfarcken ausgereizt, 15 bis 17 Schüler sind es in fast allen Klassen, zum Teil gar 20. "Für unsere Schulart nicht ideal."

Seit drei Jahren schon läuft ein Projekt, das nach dem Willen der beiden beteiligten Institutionen noch ausgebaut werden soll: Das Sonderpädagogische Förderzentrum unterhält eine Außenklasse in der Forensik des Inn-Salzsach-Klinikums. Im Durchschnitt sind es acht Jugendliche oder junge Erwachsene, die dort unterrichtet werden, ihren Hauptschulabschluss nachholen können, "beziehungsweise etwas Struktur in ihr Leben bekommen."

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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