Barocke Engel verschwunden

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Etwa von 1662 stammen die Putten, drei Einzel- und ein Doppelkopf, deren Diebstahl jetzt in Attel bemerkt wurde.

Wasserburg-Attel - Die Vorfreude auf eine frisch renovierte Klosterkirche St. Michael in Attel hat einen herben Dämpfer erhalten: Beim Entfernen der Schutz-Abdeckung wurde am Kreuzaltar der Kirche ein Diebstahl bemerkt.

Vier Engelköpfe waren verschwunden.

Der Diebstahl kann sich irgendwann in den letzten zwei Jahren zugetragen haben. Denn die Puttenköpfe waren hinter der Abdeckung nicht zu sehen. Zugänglich waren sie allerdings von der Empore, die normalerweise zugesperrt ist, "während der Bauarbeiten aber schon immer wieder mal offen sein musste", so Pater Karl Wagner.

Der Altar stammt noch aus der alten Kirche in Elend, die später abgebrochen werden musste, und wurde vermutlich 1662 geschaffen. Die Kriminalpolizei gibt den "Wiederbeschaffungswert" der Figuren mit 9000 Euro an. Der kunstgeschichtliche Schaden allerdings ist wohl nur schwer zu beziffern.

Fest steht, dass der oder die Diebe wussten, wo sie suchen mussten und auch nicht zimperlich vorgingen: Die Köpfe waren mit Bleckbändern oder Nägeln befestigt und wurden ziemlich rabiat entfernt.

Die Fotos der Attler Putten werden vom Landeskriminalamt in die Datenbank für Kunstdiebstähle eingestellt. Große Hoffnungen auf eine Aufklärung der Tat hat man bei der Polizei derzeit aber nicht.

koe/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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