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Gedränge am symbolischen roten Knopf: Die Anlage läuft seit Anfang Juli, nun wurde sie offiziell in Betrieb genommen von (von links) Geschäftsführer Michael Amerer, stellvertretendem Landrat Josef Huber, Bögl-Vertreter Ludwig Hertlein, Staatssekretär Dr. Marcel Huber, Bürgermeister Michael Kölbl, Verbund-Vorstand Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer und Geschäftsführer Dr. Herbert Schröffelbauer.

Wasserburg - Ein bisschen Wiener Schmäh wehte gestern über den Inn: Bei der offiziellen Inbetriebnahme des neuen Triebwerks präsentierte sich der neue Besitzer aus Österreich recht locker und vor allem zuversichtlich.

Für einen so offiziellen Anlass ungewohnt leger ging es bei der Einweihungsfeier am Vormittag zu. Kleine Scherze gingen den Vertretern des Verbund mit Wiener Dialekteinschlag locker über die Lippen. Vielleicht lag es daran, dass man die 13 bayerischen Innkraftwerke erst vor einem Monat übernommen und schon Grunde zum Feiern habe, wie es Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer als Vertreterin des Verbund-Vorstandes formulierte.

Die Wasserburger nutzten gestern Nachmittag die Gelegenheit, sich an und in der Anlage umzuschauen.

Tatsächlich hatte das österreichische Energieunternehmen nicht viel Arbeit mit dem nun endgültig abgeschlossenen Ausbau des Innkraftwerkes Wasserburg. Die Eon-Wasserkraft hatte ihn trotz des Verkaufes bis zum Schluss abgewickelt, die Firma Bögl als Generalunternehmer die Anlage "praktisch schlüsselfertig" übergeben, und das auch noch termingerecht, so ihr Vertreter Ludwig Hertlein bei der Feier. Erinnert wurde dabei auch an die negativen Überraschungen in der Anfangsphase, als sich die Rückverankerung des Bauwerks als sehr schwierig erwies und schließlich eine dreimonatige Bauverzögerung aufzuholen war.

An die Belastungen durch die Großbaustelle mitten in der Stadt erinnerte auch Bürgermeister Michael Kölbl. Inzwischen seien die Nachbarn aber wieder mit dem Innwerk versöhnt "oder einfach froh, dass es endlich vorbei ist".

Von allen Rednern, unter ihnen auch Staatssekretär Dr. Marcel Huber, wurde die hohe Verantwortung unterstrichen, die der Betrieb der Kraftwerksanlagen am "alpinen" Inn mit sich bringe. Dass gerade auf diesem Sektor der "Verbund" über große Kompetenz verfüge, sei entscheiden dafür gewesen, dass die Staatsregierung diesem Verkauf zugestimmt habe, so Huber.

Diese positive Einschätztung des neuen Besitzers teilt offensichtlich auch die bisher bei der Eon Wasserkraft angestellte und nun übernommene Belegschaft: Man habe in den ersten Wochen keine negativen Erfahrungen gemacht, hieß es.

Interessiert war auch die Wasserburger Bevölkerung, die gestern Nachmittag zu einem Tag der offenen Tür eingeladen war.

15,2 Millionen Euro brutto kostete das neue Triebwerk am Innkraftwerk Wasserburg. Bisher hatte es fünf Turbinen mit 24 Megawatt, die neue sechste Turbine liefert weitere fünf Megawatt. Damit können vor allem die Wasserspitzen besser genutzt werden. Laut Betreiber wird erwartet, dass die Turbine 43 Gigawattstunden Strom pro Jahr erzeugt, das reicht zur Versorgung von rund 12.500 Haushalten.

koe/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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