Kommt nun doch ein Spielsalon?

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Wasserburg - Mehrmals abgelehnt hat die Stadt einen Spielsalon in der Tegernau. Nun hat das Verwaltungsgericht dies für rechtswidrig erklärt: 105 Quadratmeter seien verträglich.

Ab 100 Quadratmeter braucht es eine besondere Genehmigung für Spielsalons. Die hatten Stadt und Landratsamt aber Yilmaz Nihat versagt, der 105 Quadratmeter im ehemaligen Holzmarkt Stemmer am Tegernau-Kreisel nutzen wollte.

Nun hat das Verwaltungsgericht entschieden: Diese Überschreitung sei geringfügig, die Genehmigung daher zu erteilen.

Der Bauausschuss war einhellig anderer Meinung. Eine Grenze müsse eine Grenze sein, und: "Wir wollen keinen Spielsalon." Frederike Kayser-Büker (SPD) ärgerte sich, dass es "bei Kinderkrippen um jeden Quadratmeter geht, und hier spielt es dann keine Rolle."

Nur Bürgermeister Michael Kölbl sah sich als Jurist an die richterliche Entscheidung gebunden. Er äußerte sich zwar klar gegen den Spielsalon und hoffte, dass dieser auch nicht mehr kommt, nachdem das Gebäude inzwischen anderweitig genutzt ist. Trotzdem stimmte er als Einziger für den nun wieder vorliegenden Antrag auf Nutzungsänderung. "Der Gesetzgeber ist gefragt", forderte Christian Stadler (Grüne) mehr Möglichkeiten der Kommunen zur Ablehnung solcher Salons.

koe/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

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