Selber den Pflegenachwuchs ausbilden

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Mit einem Notendurchschnitt von 1,33 war Maria Pfaffenhuber, die an der Kreisklinik in Mühldorf ihre praktische Ausbildung erhielt, die beste Absolventin. Foto vo

Wasserburg - Swingende Rockmusik der Band "Nord-Süd-Gefälle", quasi Kollegen der Absolventen aus Prien, begleiteten die Abschlussfeier an der Berufsfachschule für Krankenpflege am Krankenhaus Wasserburg.

Nach dreijähriger Ausbildung erhielten alle fertigen Gesundheits- und Krankenpfleger am Donnerstag ihre Zeugnisse von den Schulleiterinnen Heidrun Engelhardt und Brigitte Kanamüller-Eibl, alle haben bestanden, acht werden von den Romed-Kliniken übernommen, vier von der Kreisklinik in Mühldorf, einige wandern ab nach Bogenhausen, Bad Reichenhall und Agatharied.

14 Schülerinnen und vier Schüler waren es dieses Jahr, die ihre Ausbildung an der Wasserburger Schule und in den Romed-Kliniken in Wasserburg, Bad Aibling und Prien sowie in den Kreiskliniken des Landkreises Mühldorf absolviert hatten. Sie hätten einen Beruf mit hohen Anforderungen gewählt, meinte stellvertretender Landrat Josef Huber bei der Feier, einen Beruf im Bereich der Gesundheitswirtschaft, die bei der gegebenen demografischen Entwicklung ein immer beachtlicher werdender Faktor sei. Er wünschte ihnen, dass der Beruf ein wenig auch Berufung sein möge.

Wasserburgs Zweite Bürgermeisterin Marlene Hof-Hippke wünschte, dass die jungen Leute im Beruf die Balance halten können zwischen dicker Haut, die sie unbedingt bräuchten, aber auch Empathie für den Patienten.

"Wasserburg produziert traditionell erfolgreiche Absolventen", meinte Hans Daxlberger von der Geschäftsführung der Romed Kliniken. Wasserburg sei eine tragende Säule bei der Ausbildung und zusammen mit Rosenheim hoffe man, immer selber Pflegenachwuchs für die Häuser ausbilden zu können. Ein Zeichen, dass man es ernst meine sei, dass dieses Jahr die Zahl der neuen Auszubildenden von 26 auf 30 erhöht wurde.

"Wir brauchen Sie", sagte Hans Albert von der Pflegedirektion der Romed-Kliniken in Richtung Absolventen. Er verwies auf einen deutlichen Rückgang von qualifizierten Fachkräften bei der Bewerbung. Bei der Diskussion darüber gehe es vor allem um fehlendes qualifiziertes Pflegepersonal.

Heiner Kelbl von der Geschäftsführung der Mühldorfer Kreiskliniken freute sich, dass alle in Mühldorf ausgebildeten Pflegekräfte in Mühldorf bleiben. Und Manfred Sturmböck von der Pflegedirektion in Mühldorf freute sich, dass "unsere Azubis immer noch ein Gespür für die Menschen haben und darauf kommt es an, nah am Patienten zu sein".

Bestanden haben dieses Jahr Verena Bartsch, Bernadette Bauer, Adrian Brandmaier, Patricie Dobner, Judith Eberherr, Gisela Feichtner, Michaela Gargiulo, Thomas Gärtner, Christine Glas, Kathrin Hölzl, Stefan Huber, Jasmin Knauer, Elisabeth Kolb, Yvonne Mandel, Maria Pfaffenhuber, Stefan Schraufstetter, Tanja Siegl und Linda Sturmböck.

Eine extra Auszeichnung gab es für Jasmin Knauer, die im Zuge des Schulversuchs Doppelqualifizierung gleichzeitig das Fachabitur an der FOS ablegte.

vo/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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