Schwierige Zeiten für AK68

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Wasserburg - Die Besucherzahlen im Ganserhaus sind rückläufig, das Haus und die Große Kunstausstellung müssen dringend saniert werden. Schwierige Aufgaben für den Kunstverein.

Es gab schon einfachere Zeiten für den AK68: "Wir können nicht weitermachen wie in den letzten Jahrzehnten, wir brauchen ein neues Konzept", so Dr.Markus Brezina.  Die Besucherzahlen im Ganserhaus gingen deutlich zurück, noch mehr bei der Großen Kunstausstellung und im Ganserhaus muss saniert werden.

Um die 40 Mitglieder kamen zur Hauptversammlung des Wasserburger Kunstvereins, dessen Mitgliederzahl letztes Jahr um 30 zurückging, "Austritte wie immer nach der Jurierung der Werke für die Große Kunstausstellung", kommentierte der Vorsitzende das, 324 Mitglieder hatte der Verein Ende 2011.

Die Frage im AK68 ist allerdings weniger wie neue Mitglieder zu gewinnen sind, wichtiger ist wie das Ganserhaus attraktiver sein könnte um wieder mehr Besucher dorthin zu bringen, auch wieder mehr Inserenten für den Katalog für die Große Kunstausstellung zu bekommen. Seit sechs Jahren beobachte man, so Brezina, dass die Besucherzahlen deutlich rückläufig seien, "das aufwendige Marketing mit Plakaten, Einladungen und ähnlichem funktioniert nicht mehr".

Im Vergleich zu anderen Kunstvereinen hat die Galerie im Ganserhaus relativ lange Öffnungszeiten, immerhin von Donnerstag bis Sonntag ab frühem Nachmittag. Ein Vorschlag war, dass zwischen den Ausstellungen dort zwischen den Auf- und Abbauten AK-Mitglieder drei Tage das Haus für Ausstellungen zur Verfügung haben könnten gegen 250 Euro Miete. Schon dieser kleine Punkt führte zu einer teils emotionalen Diskussion zur Vereinsarbeit. Wolle man ein Verein für die Mitglieder sein und Kunst der Gegenwart zeigen, wolle man einfach tolle Ausstellungen organisieren, ob der Verein überhaupt noch in Wasserburg beheimatet sei und manch Mitglied fühlte sich vom Vorstand samt Kurator bevormundet und sprach von "undemokratischen Strukturen und auch Qualitätsverlust".

Ein großes Lob für die sachliche Darstellung der Fakten hatte Kassenprüfer Dr.Dieter Ebbinghaus, nachdem Rolf Basche die wichtigsten Zahlen vorgestellt hatte. Treu bleiben dem Verein die drei großen Sponsoren Sparkasse, Meggle und F&W Mediencenter. Bei rund 46 000 Euro lagen im vergangenen Jahr die Einnahmen, "bei massiv mehr Ausgaben, zum Beispiel viel Geld für den teuren Nachtstrom". Die Sanierung der Heizung wird dieses Jahr angegangen wie auch die Dachsanierung und da hofft der Verein auf Zuschüsse oder sonstige finanzielle Förderung. "Ich bin sehr zufrieden, endlich sind diese Dinge in aller Klarheit angesprochen worden", so Ebbinghaus, nachdem der Vorstand einstimmig entlastet wurde.

Bei allen Schwierigkeiten weiß Vorsitzender Markus Brezina, "wenn ich Leute zum Arbeiten brauch, sind die da, wir haben ein gutes Team, wir werden ein Konzept finden. Diese Arbeit macht wirklich Spaß".

Auf der Tagesordung standen auch noch Vorschläge einer Kommission zur Satzungsänderung. Diese Kommission hatte versucht aus alten Satzungen und verschiedenen Satzungsänderungen im Laufe der Jahre, die allerdings nicht alle im Amtsgericht eingetragen sind, einen Vorschlag für eine aktuelle Satzung zu basteln. Dieser Punkt und die Frage, wohin die Reise des Wasserburger Kunstvereins geht, soll in einer außergewöhnlichen Mitgliederversammlung im Herbst diskutiert werden.

vo/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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