Experten besichtigten heimische Wildbäche

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Landkreis - Drei Wildbachbaustellen des Wasserwirtschaftsamtes Rosenheim im südlichen Inntal waren Treffpunkt für die bayerischen Wasserbauspezialisten.

Drei Wildbachbaustellen des Wasserwirtschaftsamtes Rosenheim im südlichen Inntal waren Treffpunkt für die bayerischen Wasserbauspezialisten, die heuer Rosenheim zum Ziel ihrer jährlichen Dienstbesprechung gemacht hatten.

Ministerialrat Christian Wanger vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz begrüßte im Innmuseum die Mitarbeiter der Wasserwirtschaftsämter sowie Vertreter des Landesamtes für Umwelt und der Regierungen. In seinem Grußwort betonte Landrat Josef Neiderhell die fundamentale Bedeutung der Schutzmaßnahmen der Wildbachverbauung für den alpinen Lebens-, Natur- und Erholungsraum.

Besichtigung in drei Gemeinden

Nach der Vorstellung und Diskussion aktueller Neuentwicklungen besichtigen die rund 70 Teilnehmer lokale Brennpunkte und Baumaßnahmen am Steinbach (Nußdorf), Maigraben (Flintbach) und Gießenbach (Kiefersfelden), die alle von der Flussmeisterstelle Rosenheim durchgeführt worden sind.

Am Steinbach konnte durch die Sanierung des über hundert Jahre alten, strukturarmen Gewässergerinnes auf Grundstücken der Gemeinde Nußdorf zur ökologischen Aufwertung des Gewässers eine Uferaufweitung mit flachen Böschungen hergestellt werden. „Wir freuen uns besonders, dass dadurch auch die Zugangsmöglichkeit für die Bevölkerung im Bereich des Festplatzes wesentlich erleichtert worden ist“ stellte Bürgermeister Josef Oberauer fest und bedankte sich bei seiner Begrüßung für die gute Zusammenarbeit mit dem Wasserwirtschaftsamt Rosenheim. Abteilungsleiter Hadumar Roch vom Wasserwirtschaftsamt erläuterte die Maßnahmen und wies darauf hin, dass nach den strukturellen Verbesserung am Steinbach nun auch die Wasserableitung in den Mühlbach ein zukünftiger Diskussionspunkt sein müsse, der für die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie unerlässlich sei.

Am Mai- und Riesengraben in der Gemeinde Flintsbach ging es anschließend in unwegsames Gelände. Beim Starkregenereignis im September 2009 wurde das steile Raugerinne der beiden Zuflüsse nördlich und südlich der Maiwand teilweise stark beschädigt. Im Anschluss daran waren mehrere tausend Kubikmeter Geröll aus den Gewässern und ihren Geschiebesperren entfernt worden. Die große Geschiebesperre unmittelbar vor dem Ort wurde aufwendig saniert und mit einem Wildholzrechen aufgerüstet, der Treibholz zurückhält und so die Brücken im Ortsbereich schützt. Das gepflasterte Gerinne des Maigrabens wurde ausgebessert und im steilen Oberlauf des Wildbaches mehrere große Wildbachsperren saniert. Als „eine selten anspruchsvolle Baustelle“ bezeichnete Projektleiter Thomas Brandner vom Rosenheimer Wasserwirtschaftsamt dieses Vorhaben. Die Arbeiten seien in dem schwierigen Gelände nur mit einem flexiblen Schreitbagger zu bewältigen gewesen.

Der dritte Besichtigungspunkt lag in der Gemeinde Kiefersfelden am Gießenbach. Im Rahmen eines Modellprojektes war festgestellt worden, dass einzelne für die Schutzwirkung besonders wichtige Bauwerke den heutigen Anforderungen nicht mehr genügen. Diese Geschiebesperren sind nun zu sichern und zu vergrößern. Mit Baggern werden derzeit große Wasserbausteine in die seitlichen Böschungen der Sperren eingebaut.

Am Ende der Exkursion waren alle Teilnehmer beeindruckt von den vielfältigen Themen, die im Bereich der Wildbachverbauung zu bearbeiten und berücksichtigen sind.

Pressemitteilung Wasserwirtschaftsamt Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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