Gute Werte beim Recycling

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Bildtext: Zu Beginn der Umweltausschusssitzung im Müllbauhof in Raubling wurden den Ausschussmitgliedern einige neue Entsorgungsfahrzeuge vorgestellt, darunter ein Grüngutsammelfahrzeug mit Ladekran, ein Wertstoffinselfahrzeug, zwei Pressmüllfahrzeuge mit einem niedrigen Einstieg ins Führerhaus sowie zwei Abrollcontainerfahrzeuge.

Landkreis - Im Landkreis Rosenheim werden fast 74 Prozent aller Abfälle wiederverwertet. Auch die Mülltrennung klappt nach Ansicht des Umweltausschusses gut.

Eine weiter gesunkene Restmüllmenge, ein neuer Rekord beim eingesammelten Altpapier und eine gestiegene Verwertungsquote in Sachen Wertstoffe – für Landrat Josef Neiderhell ist der Abfallwirtschaftsbericht 2012 für den Landkreis Rosenheim ein Grund zur Freude. Der Bericht wurde in der Sitzung des Umweltausschusses am 12. Juni vorgestellt.

Neiderhell bedankte sich bei den Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises für ihr Engagement bei der Vermeidung und Trennung von Müll. Er äußerte sich optimistisch, dass die zum 1. Juli vergangenen Jahres gesenkten Abfallgebühren langfristig stabil gehalten werden können. Wir sind auf einem guten Weg, so der Landrat.

Mehr Einwohner, weniger Restmüll

Obwohl die Einwohnerzahl erneut anstieg, sank die Restmüllmenge um knapp 700 Tonnen auf 47.130 Tonnen. Die im Sommer 2012 neu eingeführten 40 Liter-Restmülltonnen stehen inzwischen in gut 1200 Haushalten. Für Neiderhell ein bescheidenes Ergebnis, er habe sich mehr erwartet. Die an den Wertstoffhöfen und Wertstoffinseln abgegebene Menge an Altpapier summierte sich auf 14.600 Tonnen. Hinzu kommen knapp 8900 Tonnen, die von den Anbietern der „Blauen Tonnen“ gesammelt wurden.

Beim Altglas und den Leichtverpackungen wie Weißblech, Aluminium, Mischkunststoffe, Tetra Pak, Becher oder Folien blieben die Jahresmengen im Vergleich zu 2011 annähernd konstant. An den drei Kompostieranlagen in Noderwiechs in Bruckmühl, in Aham in der Gemeinde Eiselfing und in Weiher in Aschau wurden mehr als 91.000 Kubikmeter Häckselgut, Laub und Gras angeliefert. Der Großteil des daraus erzeugten Kompostes wird im Landschafts- und Gartenbau, im Sportanlagenbau und in Privatgärten eingesetzt. Den Bürgerinnen und Bürgern kann durch die Überwachung durch ein unabhängiges Labor seit Jahren eine gleichbleibende Qualität beim Kompost garantiert werden. Der getrennt erfasste Rasenschnitt wird in Biogasanlagen zur Energieerzeugung verwendet.

Man hält sich an die Mülltrennung

Auch die übrigen Zahlen zeigen das Verantwortungsbewusstsein der Landkreisbürger bei der Trennung von Restmüll und Wertstoffen. Rund 8200 Tonnen Altholz, 2900 Tonnen Altmetall und 69 Tonnen Autobatterien wurden gesammelt und verwertet. 585 Tonnen Altreifen wurden abgegeben, genauso wie eine Tonne CDs und 14.600 Kubikmeter Elektroschrott.

Beeindruckend sind die Zahlen bei den Problemabfällen. An den Wertstoffhöfen und beim Umweltmobil wurden 232 Tonnen abgegeben, darunter 47 Tonnen Altöl, 70 Tonnen Farben und Lacke, 17 Tonnen Laugen, 4 Tonnen Säuren und 3 Tonnen Pestizide.

Beratung für Unternehmen und Privathaushalte

Um den erfolgreichen Weg der Müllvermeidung und Mülltrennung fortzusetzen, berät das Sachgebiet Abfallwirtschaft Schulen und Unternehmen. Für Privathaushalte gibt es eine weitere Auflage des Wertstoffhofwegweisers.

Der Landkreis Rosenheim ist einer der wenigen Landkreise in Bayern, der einen eigenen Abfuhr- und Verwertungsbetrieb für Restmüll und Wertstoffe betreibt. Seit Jahren gelingt es, die abfallwirtschaftlichen Aufgaben unter Beachtung von Bürgerfreundlichkeit, Wirtschaftlichkeit, Sicherheit sowie Ressourcen- und Umweltschutz zu erfüllen. Lob gab es von Ausschussmitgliedern für das kostenfreie und zeitnahe Einsammeln von Sperrmüll in dem vom Hochwasser betroffenen Stadtteil in Kolbermoor.

Teils fehlende Rechtssicherheit

Im Umweltausschuss wurde deutlich, dass das zum 1. Juni vergangenen Jahres in Kraft getretene Kreislaufwirtschaftsgesetz für reichlich Diskussionsbedarf gesorgt hat. So gibt es beispielsweise zur Zulässigkeit von gewerblichen und gemeinnützigen Sammlungen viele offene Fragen und bislang keine einheitliche Rechtsprechung. Auch das Einsammeln und Verwerten von Bioabfällen oder das Erfassen von Nichtverpackungskunststoffen muss noch geklärt werden.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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