Wer zahlt für die Feuerwehr-Einsätze?

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Rosenheim/Landkreis - Firmen mussten beim Hochwasser Mitarbeiter freistellen, die in den Freiwilligen Feuerwehren engagiert sind. Wer kommt jetzt für die Ausgleichszahlungen auf?

UPDATE 14:12 Uhr:

Mehrere User machten uns über die Kommentarfunktion darauf aufmerksam, dass die ursprüngliche Überschrift von diesem Artikel ("Feuerwehr-Einsätze werden für Kommunen teuer") missverständlich war.

Zwar zahlen die Kommunen für solche Katastrophenfälle in einen Fond ein, in den aber auch der Freistaat und alle anderen (auch in diesem Fall nicht betroffene) Landkreise und Kommunen einzahlen.

Dieser Fond ist gesetzlich im Bayerischen Katastrophenschutzgesetz Art. 12 geregelt.

Es wurde im Landkreis und auch in der Stadt der Katastrophenfall ausgerufen.  

Ursprünglicher Artikel (Version 8:46 Uhr)

Laut Artikel 9 des Bayerischen Feuerwehrgesetz, darf ein Arbeitnehmer, der sich in einer Feuerwehr engagiert, während der Teilnahme an Einsätzen nicht zur Arbeitsleistung verpflichtet werden.

Zwar ist dem Stadtbrandrat und Kommandant der Rosenheiner Feuerwehr, Hans Meyrl, derzeit kein ernster Konflikt mit einer Firma aufgrund der Freistellung bekannt. Aber für die Stadt und die Gemeinden im Landkreis werden die Einsätze in der vergangenen Woche teuer!

Laut dem Oberbayerischen Volksblatt am Mittwoch können die Firmen ihre Erstattungsansprüche gelten machen. Es dürfte ein hoher Betrag für Verdienstausfälle zusammenkommen.

Dabei versucht die Feuerwehr Rosenheim schon durch eine kleine Besetzung von hauptberuflichen Feuerwehrleuten in der Hauptwache in der Küpferlingstraße die Einsatzzeiten der Ehrenamtlichen zu begrenzen. Anders als bei einer Berufsfeuerwehr sind die Hauptberuflichen jedoch nur werktags und tagsüber im Dienst - zu allen anderen Zeiten werden die Freiwilligen jedoch dringend benötigt.

mg

Quelle: rosenheim24.de

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