Winhart übernimmt Bundestagskandidatur

Paukenschlag bei der AfD: Kandidat Greipel tritt zurück

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Otto Greipel (li.) und Andreas Winhart (re.), hier bei einer AfD-Veranstaltung
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Rosenheim - AfD-Bundestagsdirektkandidat Otto Greipel zieht zurück, für ihn übernimmt Andreas Winhart.

"Der AfD Kreisvorstand muss mit Bedauern den Rückzug von Otto Greipel als Direktkandidat der AfD Rosenheim zur Kenntnis nehmen", teilte die Parte am Mittwochvormittag in einer Presemitteilung mit. AfD-Kreisvorsitzender Franz Bergmüller habe dies überraschend auf der regulären Mitgliederversammlung der AfD Rosenheim verkündet.

Greipel lege nicht nur seine Kandidatur als Direktkandidat für die AfD im Wahlkreis Rosenheim nieder, sondern trete auch als Beisitzer der Kreisvorstandschaft zurück. Er stehe auch künftig für weitere Ämter oder Nominierungen nicht mehr zur Verfügung. 

Gesundheit und Einschüchterungen Grund

"Grund hierfür sind der ärztliche Rat zur gesundheitlichen Unversehrtheit mich zurückzunehmen und auch die Absicht, keine weiteren Einschüchterungen durch den politischen Gegner mehr hinnehmen zu wollen", zitiert die Partei in ihrer Pressemitteilung ein Schreiben Greipels. Greipel war im November 2016 als Kandidat nominiert worden. Mit der CSU suchte er im März mehrfach den Konflikt bei den Themen Brenner-Nordzulauf und Kommunalwahlrecht.

Ersatzkandidat der AfD ist Andreas Winhart. Der 34-jährige Bad Aiblinger wurde von der AfD bereits im November als Ersatzkandidat einstimmig von der Aufstellungsversammlung der AfD im Wahlkreis Rosenheim gewählt. Winhart tritt nun die AfD-Direktkandidatur an und wird die AfD Rosenheim in den Bundestagswahlkampf führen. 

Winhart: "Überrascht von dieser Nachricht"

Winhart äußerte sich zum Kandidatenwechsel auf der Mitgliederversammlung laut seiner Partei wie folgt:"Ich bin von dieser Nachricht genauso überrascht wie viele hier unter uns, aber wir werden den Wahlkampf lückenlos weiterführen und sind durch die gut Teamarbeit im Vorstand in der Lage sofort weiter zu arbeiten.“

In einem Interview mit rosenheim24.de hatte Winhart Anfang April 2016 noch erklärt, er arbeite nicht konkret auf eine Bundestagskandidatur hin. Eine Gelegenheit, mit dem frischgebackenen Kandidaten inhaltlich zu diskutieren bietet sich am 1. Juni bei einer Podiumsdiskussion der Evangelischen Gemeindejugend in Rosenheim. Die Einladung Winharts dazu war teilweise scharf kritisiert worden.

Quelle: rosenheim24.de

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