Dank für viele tausend Stunden im Ehrenamt

Ehrung von sieben Bürgerinnen und Bürger in Rosenheim

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Rosenheim - Landrat Wolfgang Berthaler ehrte am Dienstag sieben Bürgerinnen und Bürger, für ihre ehrenamtliche Diensten in den Städten und Gemeinde. Dabei verlieh er zweimal das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten und fünfmal das Ehrenzeichen am Bande.

Ehrung von sieben Bürgerinnen und Bürger

Sieben Bürgerinnen und Bürger sind am Dienstag von Landrat Wolfgang Berthaler im Landratsamt Rosenheim geehrt worden. Anneliese Weinzierl und Adalbert Denk, beide aus Kolbermoor, wurde das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt  tätigen Frauen und Männern verliehen. Für ihre langjährige Dienstzeit im Bayerischen Roten Kreuz wurden Petra Halytschansky , Simon und Thomas Hoesch, Peter Metz und Marinus Singer mit dem Ehrenzeichen am Bande gewürdigt.

Landrat Wolfgang Berthaler, der die Ehrungen im Auftrag des Bayerischen Ministerpräsidenten und des Bayerischen Innenministers vornahm, begann mit dem Kennedy-Zitat: Frag nicht was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst. Was wäre unsere Gesellschaft ohne die freiwilligen Helfer, die uns immer zur Seite stehen, fragte Berthaler und gab als Antwort, sie wäre nicht so weit gekommen. Der Landrat bedankte sich für die vielen tausend Stunden im Ehrenamt. Zudem gab es ein Dankeschön an die Familien und Partner für ihr Verständnis.

Ehrenamtliche Tätigkeiten von Anneliese Weinzierl

Seit frühesten Kindertagen ist Anneliese Weinzierl aktive Trachtlerin in ihrem Trachtenverein „D’Mangfalltaler“ Kolbermoor. Ihr erstes Ehrenamt im Verein übernahm sie 1977 als Dirndlvertreterin. 1983 schloss sich das Amt der Schriftführerin an. 14 Jahre später, 1997, stellte sie sich einer Aufgabe mit Reibungspotential. Bis 2006 und wieder seit 2012 setzt sich Anneliese Weinzierl als Trachtenwartin  für den Erhalt der echten Gebirgstracht ein. In dieser Funktion muss sie es aushalten, dass ihre Hinweise, was passt und was nicht, nicht allen gefallen. Von 2000 bis 2015 war sie zudem Gautrachtenwartin im Bayerischen Inngau-Trachtenverband. Auch die alten Bräuche und der bayerische Dialekt liegen ihr am Herzen. So ist sie seit 2006 im heimischen Trachtenverein für das Sachgebiet „Brauchtum, Mundart und Laienspiel“ zuständig. Darüber hinaus gelingt es ihr seit mehr als 30 Jahren, Kinder und Jugendliche für die Trachtensache zu begeistern. Seit dem Schuljahr 2015/2016 engagiert sie sich als Teil eines Teams in zwei Schulen in Kolbermoor. Zwei Mal pro Woche wird in Ganztagesklassen Brauchtum angeboten. Und dann gibt es noch ein Amt ohne offizielle Funktion. Als Ehefrau des ehemaligen Vereinsvorstands, früheren 1. Gauvorstands und heutigen Landeskassiers Walter Weinzierl unterstützt und begleitet sie seit Jahrzehnten dessen ebenfalls großes Engagement im Ehrenamt. Als erste Frau überhaupt ernannte sie der Inngau-Trachtenverband Anfang des Jahres zum Gauehrenmitglied. Bei so viel ehrenamtlichen Einsatz überrascht es nicht, dass Anneliese Weinzierl in der Kindergarten- und Schulzeit ihrer beiden Kinder auch in den Elternbeiräten des Kindergartens der Pfarrei Wiederkunft Christi sowie der Adolf-Rasp-Schule in Kolbermoor tätig war.

Ehrenamtliche Tätigkeiten von Adalbert Denk

In der Begründung, Adalbert Denk das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten zu verleihen, heißt es unter anderem, er ist ein Mensch, den man sich als Freund, Nachbar und Vereinsmitglied nur wünschen kann. Seit seinem Umzug nach Kolbermoor im Jahr 1986 ist Adalbert Denk aktives Mitglied in der Pfarrei Wiederkunft Christi. Bis 2012 half er bei den Fronleichnamsprozessionen sowie bei den Pfarrfesten. In der Tischtennisabteilung des SV-DJK Kolbermoor ist er seit 1987 die „gute Seele“. Er spielte für die Herrenmannschaft und unterstützt die Abteilung als Gerätewart, Handwerker und Trainer. Auch bei allen Veranstaltungen hilft er mit. Im Gebirgstrachten-Erhaltungsverein „D’Mangfalltaler, dem er 1992 beitrat, fuhr Adalbert Denk von Anfang an die Kinder zu den diversen Auftritten und Trachtenfesten. Seine großen handwerklichen Fähigkeiten brachte er beim Umzug des Trachtenheims ein. Das Gebäude wurde abgetragen und an einer neuen Stelle wiederaufgebaut. Bis zur Einweihung im Jahr 2005 leistete er die meisten ehrenamtlichen Arbeitsstunden. Nach vereinsinternen Festen im Vereinsheim ist er der Letzte, der nach dem Aufräumen nach Hause geht. Bei großen Veranstaltungen war es für ihn selbstverständlich, für die Vorbereitungen Urlaub zu nehmen um zu helfen. Jetzt als Rentner springt er bei Bedarf für den Fähnrich ein, um die Vereinsfahne bei Beerdigungen zu tragen. Adalbert Denk übernahm alle dies Aufgaben, ohne jemals ein offizielles Amt ausgeübt zu haben. Solche Mitglieder braucht jeder Verein, lobte der Landrat.

Persönliche Freiheit wird zurückgestellt

Bevor Berthaler das Ehrenzeichen am Bande für die langjährige Dienstzeit beim Bayerischen Roten Kreuz verlieh, machte sich Karl-Heinrich Zeuner, der Vorsitzende des BRK-Kreisverbands Rosenheim Gedanken zum Ehrenamt. Er zitierte Martin Luther mit dem Satz: Den Menschen dienen, den dankbaren sowohl wie auch denen, die uns nicht danken, und fügte an: So ist es heute noch. Die persönliche Freiheit wird zurückgestellt und die Grundhaltung ist, mein Mitmensch braucht mich in der Not. Auch Zeuner bedankte sich bei den Angehörigen dafür, dass sie die Arbeit mittragen und ertragen. Seit 25 Jahren sind Petra Halytschansky aus Kolbermoor sowie die Brüder Simon und Thomas Hoesch aus Aschau beim BRK. Für ihr 40-jähriges Jubiläum wurden Peter Metz aus Stephanskirchen und Marinus Singer aus Bad Feilnbach geehrt.

Pressemitteilungen Landratsamt Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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