Brenner-Nordzulauf

Empörung und Wut über die politischen Entscheidungsträger

Landkreis-Rosenheim - Am Donnerstag, den sechsten Juli folgten einige Vertreter der Bürgerinitiativen aus Neubeuern, Riedering, Rohrdorf und Stephanskirchen einer Einladung von Bündnis 90 / Die Grünen und trafen sich mit deren Bundestagskandidaten, Korbinian Gall, zu einem informativen Gespräch.

Man war sich einig darüber, dass in der Bevölkerung nach wie vor große Verunsicherung bezüglich der Planungen und bei vielen direkt Betroffenen Empörung und Wut über die politischen Entscheidungsträger herrsche. 

Herr Gall erläuterte seine Position und bestätigte, dass er sich mit dem grünen Grundsatz "Schiene vor Straße“ im Fall Brenner-Nordzulauf sehr schwer tue. Solange sowohl die Notwendigkeit für neue Gleise nicht eindeutig geklärt, als auch die Plausibilität des gesamten Projektes mehr als fraglich seien, könne er den Ausbauplänen um ein 3. und 4. Gleis nicht zustimmen. Die Bürgerinitiativen erklärten ihrerseits die eigene Einschätzung der Lage und äußerten konkret ihre Befürchtungen und Sorgen. Entgegen den Bemühungen anderer Politiker, das Thema vor der Wahl möglichst herunter zu spielen und klein zu halten, wolle man der Dringlichkeit dieses Themas für unseren Landkreis mehr Gewicht verleihen.

Man vereinbarte daher, einen gemeinsamen Termin mit den Bundesspitzen von B90/Grüne zu organisieren, um die Sachlage vor Ort vorstellen und die unterschiedlichen Sichtweisen erläutern zu können.

Beschreibung des Vereins und seiner Ziele:

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Der Brennerdialog Rosenheimer Land e.V. ist ein politisch und konfessionell unabhängiger Verein, der einzelne Bürgerinitiativen in den betroffenen Gemeinden im Landkreis Rosenheim bündelt, um die Interessen der Bürger beim Ausbau des Brenner-Nordzulaufs zu vertreten. Er befürwortet die Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene und stehen deshalb auch hinter dem Ausbau des Brennerbasistunnels und dessen Zulaufstrecken. Dieser muss jedoch bedarfsgerecht und unter größter Rücksichtnahme auf die betroffenen Menschen, unseren Lebensraum und die Umwelt erfolgen! Die Planungen der DB Netz AG und ÖVB zum Brenner-Nordzulauf stellen für die betroffenen Gemeinden im Landkreis Rosenheim eine massive Bedrohung dar.

Die Ziele:

  • Der Ausbau der Zulaufstrecke muss bedarfsgerecht und unter größter Rücksichtnahme auf die betroffenen Menschen, unseren Lebensraum und die Umwelt erfolgen.
  • Aufschub des Zeitplans und Neubeginn der Planungsgespräche mit allen Beteiligten
  • Sofortige Einstellung aller Planungen zu weiterführenden Projektzielen
  • Unabhängige, erneute Überprüfung des tatsächlichen Bedarfs für ein 3.und 4.Gleis

- Wer benötigt diese zusätzlichen Gleise konkret? Wieviel interalpiner und wie viel Fernverkehr wird erwartet? Was sind die Kapazitäten der bestehenden und der möglichen neuen Trassen?

-  Wie soll der Verkehr im Inntal von der Straße auf die Schiene kommen? D.h. wo werden Verladezentren gebaut? Wer baut und betreibt diese?

  • Maximaler Schutz für Mensch und Natur
  • Streichung des Ostkorridors im Rosenheimer Staatsvertrag
  • Lenkungsausschuss neu besetzen und deutsche statt österreichische Interessen priorisieren
  • Neustart des Planungsdialogs mit Mediator und echter Bürgerbeteiligung und kein Scheinverfahren mit „befangenen“ Moderatoren, wie aktuell im gemeinsamen Planungsraum

Pressemitteilung Brennerdialog Rosenheimer Land e.V.

Quelle: rosenheim24.de

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