Arbeitslosenquote geht auf 3,3 Prozent zurück

Arbeitslosen-Zahl sinkt unter Zehntausender-Marke

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Landkreis Rosenheim - Erfreuliche Meldungen vom Arbeitsmarkt im Landkreis: Die Zahl der Arbeitslosen ist wieder gesunken.

„Die Zahl der Arbeitslosen ist von 10 080 im Februar auf nun 9440 zurückgegangen“, so Dr. Nicole Cujai, Chefin der Agentur für Arbeit Rosenheim. Cujai weiter: „Wir haben damit das sechste Jahr in Folge, in dem die Zahl der Arbeitslosen bereits im März wieder unter die Zehntausender-Marke sinkt. Nach wie vor herrscht bei uns in der Region eine starke Dynamik am Arbeitsmarkt, die sich in den Zu- und Abgängen wider spiegelt.“ Das bedeutet: 3370 Männer und Frauen haben sich aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet, davon 1 600 in Arbeit. Im gleichen Zeitraum (Mitte Februar bis Mitte März) haben sich 2 740 neu oder erneut arbeitslos gemeldet, davon 1 210 aus einer Erwerbstätigkeit heraus. Die Agenturleiterin dazu: „Durch den milden Winter haben viele der sogenannten „Wiedereinsteller“ aus dem Bau- und Baunebengewerbe und im Garten- und Landschaftsbau bis zum 14. März (dem Zähltag) ihre Arbeit wieder aufgenommen, sind also von ihrem bisherigen Arbeitgeber zurückgerufen worden und beendeten dadurch ihre Arbeitslosigkeit. Bei genauer Betrachtung der Zahlen nach Berufsgruppen wird aber auch deutlich, dass noch nicht alle Betriebe in vollem Umfang die (Wieder)-Einstellungen getätigt haben. Wir gehen davon aus, dass dies jetzt nach den Osterfeiertagen passieren wird. In der Hotellerie und bei Gasthäusern hatte die Saison bis zur Monatsmitte noch nicht wirklich eingesetzt, hier sind noch recht viele Menschen arbeitslos gemeldet.

Minus von 0,2 Prozentpunkten

Die Arbeitslosenquote ist mit einem Minus von 0,2 Prozentpunkten von Februar auf März bereits wieder deutlich auf 3,3 Prozent zurückgegangen. Im Vorjahr lag die Arbeitslosenquote noch bei ebenfalls niedrigen 3,4 Prozent. Da im Winter immer deutlich mehr Männer als Frauen arbeitslos gemeldet sind, ist auch die Arbeitslosenquote bei den Männern mit 3,7 Prozent höher als bei den Frauen (aktuell 2,9 Prozent). Die Arbeitslosenquote bei der Personengruppe der Ausländer verharrt mit 8,7 Prozent (Vormonat 9,1 Prozent; Vorjahr 8,0 Prozent) auf hohem Niveau. Cujai erklärt: „Durch die Zuwanderung von Menschen mit Fluchthintergrund bemerken wir einen langsamen Anstieg bei den Arbeitslosenzahlen. Je nach Stand der Asylverfahren und der erworbenen Deutschkenntnisse ist im Laufe des Jahres mit einem weiteren Anstieg der Arbeitslosmeldungen dieses Personenkreises zu rechnen, gleichwohl können wir beziehungsweise die Jobcenter für diesen Personenkreis eine Reihe von Qualifizierungsmöglichkeiten anbieten.“

Ausbildungs- und Jobmesse

Die Wirtschaft im Bezirk der Arbeitsagentur (kreisfreie Stadt Rosenheim, Landkreise Rosenheim, Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen) läuft gut, entsprechend positiv sieht es mit den Stellenmeldungen aus. Im Berichtszeitraum (16. Februar bis 14. März) wurden der Agentur für Arbeit 1 060 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen gemeldet. Am statistischen Zähltag (14.03.2016) gab es 3 790 Arbeitsangebote, davon 3 550 sozialversicherungspflichtige. Die „Berufe“, die gesucht werden, sind sehr unterschiedlich, denn auch die Unternehmen hier in der Region weisen eine große Branchenvielfalt auf. Viele sind inhabergeführt und gehören von der Betriebsgröße her zu den sogenannten KMU-Betrieben (Klein- und Mittelbetriebe). Neueinstellungen erfolgen in der Regel direkt und nicht über Personaldienstleister. Dr. Cujai weist in dem Zusammenhang auf die Ausbildungs- und Jobmesse hin, die am Samstag, dem 16.04.2016, in der Agentur für Arbeit stattfinden wird und eine Vielfalt an Betrieben mit Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten präsentiert.

Große Palette an angebotenen Berufen

Im März gibt es erste Daten vom Ausbildungsstellenmarkt für den Ausbildungsbeginn im Herbst: Seit Oktober letzten Jahres haben sich 2 520 Jungen und Mädchen für eine betriebliche Ausbildung vormerken lassen, 70 weniger als im letzten Jahr um diese Zeit. Aktuell suchen noch 1 400 Jugendliche für den Herbst eine Lehrstelle. Auf der Stellenseite sieht es wie folgt aus: 3 060 Ausbildungsstellen wurden von Industrie- und Handwerksbetrieben, Verwaltungen und den so genannten freien Berufen wie Ärzten, Rechtsanwälten, Steuerberatern etc. der Agentur für Arbeit gemeldet, 1 700 davon sind noch zu besetzen.

Cujai zum Ausbildungsstellenmarkt: „Die Situation ist gut und die Jugendlichen haben beste Chancen eine betriebliche Ausbildungsstelle zu bekommen. Bei vielen Betrieben stehen nicht mehr die Noten im Vordergrund, sondern die Form der Bewerbung, das Wollen und das Engagement der Bewerber. Die Palette der angebotenen Berufe reicht dabei von A-Z. Ich möchte beispielhaft nur ein paar heraus greifen (es gilt jeweils auch die weibliche Form): Industriemechaniker, Kfz-Mechatroniker, Elektroniker, Koch, Anlagenmechaniker für Sanitär/Heizung/Klima, Kaufmann im Einzelhandel (mit einer großen Branchenvielfalt), aber auch Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk, Hotel- und Restaurantfachmann, Steuerfachangestellte, medizinische und zahnmedizinische Fachangestellte, und.. und.. und. Ich möchte daher alle Jugendlichen – auch ältere, die bis dato nach der Schulzeit nur gejobbt oder ein Studium abgebrochen haben – ermuntern: Nutzt die gute Lage und beginnt mit einer betrieblichen Ausbildung, sie ist immer ein guter Grundstock für alle weiteren beruflichen und/oder schulischen Schritte, bis hin zum Studium.“

Der Arbeitsmarkt in den einzelnen Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim

Für die Stadt Rosenheim errechnet sich eine Arbeitslosenquote von 5,2 Prozent, bei den Ausländern liegt sie bei 11, 0 Prozent. Derzeit sind 1 768 Bürger ohne Arbeit, davon 663 mit ausländischem Pass. Bei den SGB III-Kunden, die durch die Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut werden, verringerte sich die Arbeitslosigkeit um 90 auf 699. Für 1 069 arbeitslose SGB II-Kunden, 21 weniger als im Februar, ist das Jobcenter Rosenheim Stadt zuständig. Insgesamt betreut das Jobcenter 2 376 erwerbsfähige Leistungsbe-rechtigte, die in 1 833 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

Der Landkreis Rosenheim hat aktuell mit 2,8 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote im Agenturbezirk. Die Arbeitslosenquote bei den Ausländern beträgt dagegen 7,7 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen insgesamt für den Landkreis liegt bei 3 825, davon haben 799 eine ausländische Nationalität. 2 328 Männer und Frauen sind bei der Hauptagentur in Rosenheim arbeitslos gemeldet, 294 weniger als im Vormonat. Darüber hinaus kümmert sich das Jobcenter Landkreis Rosenheim um 1 497 arbeitslose SGB II-Kunden, 33 mehr als im Februar. Insgesamt betreut das Jobcenter 3 249 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 2 624 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

Allgemeine Hinweise

Ab Berichtsmonat Mai 2015 wurden die Bezugsgrößen zur Berechnung der Arbeitslosenquote aktualisiert. Seit Berichtsmonat März 2011 ist die statistische Berichterstattung zu Arbeitslosigkeit und Arbeitsuche auf eine integrierte Datenbasis umgestellt. Die Daten aus VerBIS und XSozial werden in den Statistik-IT-Verfahren nun so zusammengeführt, dass ein zutreffender Verlauf der einzelnen Arbeitslosigkeitsperioden zugrunde gelegt wird – auch dann, wenn Arbeitslose in einen anderen Trägerbezirk wechseln. Insbesondere können durch das neue Verfahren Doppelerfassungen von Arbeitslosen vermieden werden.

Pressemeldung Agentur für Arbeit Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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