Neuerung in der Region

Ab Ende des Jahres: Umstellung auf Digitalfunk

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Die Väter des Digitalfunks in der Region: (von links) Erich Schröck (Landratsamt Miesbach), Oliver Horner (Stadt Rosenheim), Gerhard Pölt (Landratsamt Miesbach), Florian Lotter (Bergwacht), Ronald Zillmer (Landratsamt Rosenheim), Gabriel Mayer (Ambulanz Rosenheim), Wolfgang Berthaler (Rosenheimer Landrat), Anton Heindl (2. Bürgermeister Rosenheim), Wolfgang Rzehak (Miesbacher Landrat), Stefan Forstmeier (Landratsamt Rosenheim), Thomas Vogl (Stadt Rosenheim), Alfred Stockinger (Landratsamt Rosenheim) und Michael Löffel (Bayerisches Innenministerium).

Landkreis Rosenheim - 55 freiwillige Mitglieder von Hilfsorganisationen bereiteten in den vergangenen zwei Jahren die Einführung des Digitalfunks vor, der ab Ende des Jahres den bisher verwendeten Analogfunk ablösen soll. Zu diesem Anlass fand eine Abschlussveranstaltung im Auer Feuerwehrhaus statt.

Voraussichtlich zum Jahresende werden alle nichtpolizeilichen Organisationen in den Landkreisen Rosenheim und Miesbach sowie in der kreisfreien Stadt Rosenheim endgültig vom analogen auf den digitalen Funk umstellen. Zweieinhalb Jahre bereitete die Projektgruppe „Migration Digitalfunk“ die Einführung der neuen Technik vor. Seit April läuft der Probetrieb und die Einsatzkräfte sind begeistert von der Qualität im neuen Funknetz.

Zum Abschluss des Projekts „Migration Digitalfunk“ lud der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung alle Projektbeteiligten zu einer Abschlussveranstaltung ins Feuerwehrhaus nach Au bei Bad Aibling ein. In fünf Arbeitsgruppen hatten 55 Mitglieder von Hilfsorganisationen mehr als 13.000 Stunden geleistet.

Redner betonen Vorteile des Digitalfunks

Alle Redner bedankten sich bei den beteiligten Ehren- und Hauptamtlichen für deren enorme Leistung. Rosenheims Landrat Wolfgang Berthaler erinnerte an die Probleme im Analogfunk. Er zeigte sich überzeugt davon, dass die Kommunikation durch den Digitalfunk erleichtert wird. Wolfgang Rzehak, der Landrat des Landkreises Miesbach meinte mit Blick auf die jüngsten Gewalttaten, wir leben in einer Zeit, die bedrohlich ist, aber wir haben euch. Im Digitalfunk sieht Rzehak ein Werkzeug für die Hilfsorganisationen.

Rosenheims zweiter Bürgermeister Anton Heindl hofft, dass der technische Fortschritt der Sicherheit zugutekommt. Vom Digitalfunk erwartet er unter anderem, dass er zu einer Verkürzung der Anfahrtszeiten beiträgt. Auch Hans Hofer, der Bürgermeister von Bad Feilnbach begrüßte in seinem Grußwort die Einführung des Digitalfunks. Der Funk war das letzte Defizit, so Hofer.

Anschließend blickten die beiden Projektleiter Thomas Vogl von der Stadt Rosenheim und Stefan Forstmeier vom Landratsamt Rosenheim auf die vergangenen zweieinhalb Jahre zurück. Zu ihrer Überraschung fanden sich bei der Auftaktveranstaltung im Januar 2014 genügend Freiwillige. Aufgeteilt in fünf Arbeitsgruppen erstellten sie unter anderem ein taktisches Nutzerkonzept und ein Betriebskonzept, sie brachten fast 4.000 Funkgeräte ans Netz und sorgten zudem dafür, dass die Software eines jeden einzelnen Funkgerätes ein Update erhielt.

Umstellung Ende des Jahres

Sie ertüchtigten die Integrierte Leitstelle in Rosenheim und bauten dort bis jetzt 13 Funkgeräte ein. Sie bildeten rund 100 Multiplikatoren aus, erstellten Ausbildungsunterlagen und organisierten die Ausbildung aller etwa 10.000 Endanwender. Am Ende des Jahres, so hoffen die beiden Projektleiter Vogl und Forstmeier, sollen die Früchte der zweieinhalbjährigen Arbeit geerntet werden. Dann nämlich erfolgt die Umstellung in den sogenannten Echtbetrieb.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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