Junge Union

Junge Union: Bezahlbare Wohnungen für junge Bürger

Landkreis Rosenheim - Die Junge Union diskutierte mit Experten über die Wohnungssituation im Landkreis . Dabei erläuterten sie die Gründe der Preissteigerung und brachten Lösungsvorschläge zu Tage:

„Jungen Bürgern und Familien bezahlbaren Wohnungen zur Verfügung zu stellen, ist eine der wichtigsten Herausforderungen für die Zukunftsfähigkeit unserer Kommunen“, so JU-Landkreischef Florian Gerthner. Der Kreisverband der Jungen Union im Landkreis Rosenheim hatte sich zum Thema „Wohnraum für junge Menschen im Landkreis Rosenheim“ verschiedene Experten geladen und diskutierte mit diesen einen kompletten Tag in verschiedenen Foren. Hierbei erörterten die Jungpolitiker die Ursachen für die hohen Wohnungspreise in der Region und leiteten Handlungsfelder ab, auf denen die Politik eine Entspannung der Lage auf dem Wohnungsmarkt erreichen kann.

In seiner Einführung erklärte JU Kreisvorsitzender Florian Gerthner, dass das Thema „bezahlbarer Wohnraum“ bei einer Umfrage der JU im Vorfeld der letzten Kommunalwahl unter die wichtigsten drei Themen für junge Bürger in unserem Landkreis gewählt wurde. Auch die Berichterstattung in den regionalen Medien der letzten Wochen beweist, dass der Landkreis Rosenheim über die nächsten Jahre Zuzugsregion bleiben wird. „Insbesondere junge Bürger und Familien haben es bei steigenden Immobilienpreisen schwer, eine bezahlbare Wohnung in ihrer Heimatgemeinde zu finden“, so Gerthner. Der Neubeurer Kreisrat wies dabei auch auf Folgen für die kommunale Infrastruktur, wie Kindergärten und Schulen, sowie das lebhafte Vereinsleben hin, wenn es nicht gelingt die jungen Menschen in unserer Region zu halten. Um dieses wichtige Thema ausführlich zu diskutieren veranstaltete die Landkreis JU einen Thementag und lud sich mit Herbert Mesch, Geschäftsführer der Vereinigten Gemeinnützigen Baugenossenschaften Bad Aibling-Bruckmühl und Dr. Thomas Geppert vom Verband freier Immobilien und Wohnungsunternehmen e.V. zwei Experten aus der Immobilienwirtschaft ein.

In einem kurzen Referat stellte Herr Mesch die Gemeinnützige Baugenossenschaft Bad Aibling Bruckmühl als Beispiel für einen genossenschaftlich organisierten und nicht gewinnorientierten Vermieter vor. Die Genossenschaft besitzt im westlichen Landkreis rund 350 Wohnungen, die nach sozialen Kriterien vergeben werden. Nach vielen Jahren ohne Neubauten plant sie in den kommenden Jahren wieder neue Wohnungen zu errichten.

Im Anschluss analysierte der Landesgeschäftsführer des Verbands freier Immobilien und Wohnungsunternehmen e.V., Dr. Thomas Geppert, die Preisentwicklung in der Region Rosenheim in den letzten Jahren. Die Preissteigerungen seien dabei vor allem durch geringe Bauaktivitäten und immer höhere öffentliche Anforderungen beispielsweise zur Energieeinsparung hervorgerufen worden. Geppert, der in seinem Verband 190 private Mitgliedsunternehmen vertritt, rief dazu auf, die politischen Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau zu verbessern. Nur so sei eine Entspannung zu erreichen.

Im anschließenden Forum erarbeiteten die Teilnehmer Handlungsfelder, in denen die Politik auf den Wohnungsmarkt Einfluss nehmen kann. Neben den bundespolitischen Rahmenbedingungen identifizierten die JU-ler auch eine Reihe von Themen, die vor Ort angegangen werden können: So seien die Kommunen gefordert, Potentiale zur Nachverdichtung in den Ortskernen zu identifizieren und dabei mit den kommunalen Satzungen flexibel auf diese Anforderungen zu reagieren. Auch die Aktivitäten der kommunalen Wohnungsbaugesellschaften können ausgeweitet werden. Hierzu müssen die Kommunen bezahlbare Grundstücke in akzeptabler Lage zur Verfügung stellen. Auch bei einer aktiven Lobbyarbeit der Kommunen, um Investoren zu finden, ist für die Junge Union noch Potential vorhanden.

Pressemitteilung Junge Union Rosenheim-Land

Quelle: rosenheim24.de

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