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Wofür gab der Landkreis Geld aus?

"Eine Verschnaufpause auf hohem Niveau"

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Landkreis Rosenheim - In seiner Sitzung am Dienstag behandelte der Kreisausschuss im Landratsamt den Haushalt 2015. Sehr hohe Ausgaben schlugen besonders in einem Bereich deutlich zu Buche:

"Im Großen und Ganzen liegen wir leicht über dem Ansatz, der für das Haushaltsjahr 2015 ursprünglich geplant war", so die Verwaltung in der Sitzung des Kreisausschusses am Dienstag Nachmittag. Neben den Zahlen für das vergangene Jahr, beschäftigte sich das Gremium um Landrat Wolfgang Berthaler aber auch mit einem kurzen Ausblick, was erst 2017 anstehen soll.

Ausgaben im Bereich Flüchtlinge und Asyl weit über den Vorgaben

"Es ist nach wie vor unklar, welche Ausgaben wir im Bereich Asyl am Ende von der Regierung zurückbekommen", erklärte Landrat Wolfgang Berthaler im Rahmen der Sitzung im Landratsamt. Fest stehe, dass sich die Ausgaben bereits 2015 enorm gesteigert hätten. In den Bereichen Sozialleistungen, Jugendhilfe aber auch bei den Personalkosten gingen die Kosten enorm nach oben, was die Zahlen der Verwaltung verdeutlichten.

  • Sozialleistungen: Rund 8,2 Mio. Euro waren ursprünglich angesetzt, 17 Mio. Euro waren am Ende 2015 nötig, um die Zahlungen nach dem Asylbewerber-Leistungsgesetz leisten zu können. Das bedeute unter dem Strich eineSteigerung um 108 Prozent.
  • Personalkosten: In diesem Bereich würden außer den Stellen für die Hausverwalter in den Flüchtlingsunterkünften keine Kosten von der Regierung erstattet, so die Verwaltung in ihrer Stellungnahme. Das Sozialamt habe sich 2015 personell beinahe verdoppelt. Insgesamt kostete die Verwaltung 2015 rund 24,1 Mio. Euro, die Personalkosten beliefen sich auf insgesamt 38,95 Mio. Euro.
  • Jugendhilfe: Hier stiegen die Ausgaben gegenüber dem Haushaltsansatz von 22,25 Mio. Euro auf tatsächlich 32,5 Mio. Euro an. Besonders im Bereich der unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge musste die Verwaltung Mehrausgaben in Höhe von rund 80 Prozent verzeichnen.

Investitionen, Schulden und Ausblick

Insgesamt investierte der Landkreis im Jahr 205 rund 26,7 Mio. Euro in eine Vielzahl von Maßnahmen, darunter beispielsweise 9 Mio. Euro in den Hochbau und 3,1 Mio. in den Bereich Tiefbau. "Als zweithöchst verschuldeter Landkreis in Bayern war es uns möglich weiter Schulden zurückzuführen", so Landrat Wolfgang Berthaler zum Stand der Verbindlichkeiten in Rosenheim. Rund 5 Mio. Euro konnten neben den anstehenden Tilgungsraten zurückbezahlt werden, aktueller Stand Ende 2015: 100,9 Mio. Euro in insgesamt 45 Einzeldarlehen.

"Ein Blick in die Zukunft lässt auf weitere Einnahmen hoffen. Beim Thema Flüchtlinge befinden wir uns aktuell in einer Verschnaufpause auf hohem Niveau. Die Einnahmen machen uns also weniger Sorgen, wir sollten aber dringend die Ausgaben im Blick behalten", so die Verwaltung in der Sitzung am Dienstag abschließend.

"Ein großes Lob. Trotz diverser Sonderaufgaben ist es gelungen, die Rücklagen zu erhöhen und Schulden abzubauen. Was will man mehr", so Kreisrat und Bad Aiblings Bürgermeister Felix Schwaller. Kolbermoors Bürgermeister Peter Kloo schloss sich seinem Vorredner an: "Man darf nicht nur die Schulden sehen, wir haben auch viel geschaffen." Trotzdem mahnte der Kreisrat zur Vorsicht. Große Kosten kämen auf den Landkreis auch in naher Zukunft noch zu.

"Dass der der Landkreis endlich in den Bereich sozialen Wohnbau einsteigt, stimmt mich positiv", so Kloo in Richtung Landrat Wolfgang Berthaler. Dieser kündigte daraufhin an, dass bereits im kommenden Jahr zwei Mehrfamilienhäuser in Wasserburg auf Grundstücken des Landkreises entstehen sollen, und weiter: "Den Kommunen geht es derzeit gut. Wir warten noch auf die Zahlen und werden uns dann zusammensetzen und diskutieren", so Berthaler in Bezug auf die kommende Kreisumlage. Vielleicht könne die Abgabe sogar nochmals gesenkt werden, obwohl sie derzeit ja bereits auf einem sehr niedrigen Niveau bewege.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Symbolbild dpa

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