Caritas bietet Spezialrad für Gehbehinderte

Mehr Freiheit mit dem "Rollstuhlfahrrad"

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Rosi und Heinz Baur in ihrem neuen Rollstuhlfahrrad.

Landkreis Rosenheim - Die Ehefrau von Künstler Horst Baur ist seit Jahren auf den Rollstuhl angewiesen. Dennoch will das lebensfrohe Paar weiterhin die schöne bayerische Landschaft erkunden. Hierbei hilft die Caritas und gibt dem Paar und auch jedem anderen mit dem "Rollstuhlfahrrad" ein großes Stück Lebensqualität zurück.

Der Radius war zu klein

Viele Jahre waren Horst Baur und seine Frau Rosi per Fahrrad mit Rollstuhl im gesamten Landkreis Rosenheim unterwegs. Bis zum Chiemsee haben der rüstigen Rentner und seine, nach einem Schlaganfall auf den Rollstuhl angewiesene Gattin den Landkreis auf dem etwas anderem Fahrrad erkundet, doch dann ist das Gefährt kaputt gegangen. Von da an konnte Herr Baur seine Rosi nur noch mit dem Rollstuhl durch Rosenheim schieben. Der Bewegungsradius war gravierend eingeschränkt

Die Caritas macht's möglich

Durch die Familie Baur auf die Mobilitätswünsche von gehbehinderten Menschen und ihren Angehörigen aufmerksam geworden, hat die Fachstelle für pflegende Angehörige des Caritas Zentrums Rosenheim jetzt ein "Rollstuhlfahrrad" angeschafft. Ermöglicht wurde dieses sehr teure Spezialrad unter anderem durch Spendengelder der "Adventsrufe" der Caritas. Per E-Bike mit vorne befindlichem Rollstuhl können jetzt die Baurs wieder durch den gesamten Landkreis radeln. 

Der erste Ausflug

Einer der ersten Ausflüge führte das Ehepaar bis nach Rott. "Der Motor ist eine große Erleichterung. Mit dem E-Bike ist es kein Problem, den Hügel zu überwinden. Endlich können wir wieder an der frischen Luft längere Fahrten unternehmen", freut sich Horst Bauer, dessen farbenfrohen Rosenheim Bilder stadtbekannt sind. 

Das Rollstuhlfahrrad für jedermann 

Doch nicht nur das Hobbykünstlerehepaar nutzt das Rollstuhlfahrrad. Auch pflegende Angehörige von Betroffenen, die trotz Rollstuhls am aktiven Leben teilhaben wollen, können das Bike in Anspruch nehmen – allerdings sind gewisse Auflagen zu erfüllen. Vor allem die Versicherungsfrage muss vorab geklärt sein

Möglich ist auch, dass Mitarbeiter der Caritas Sozialstation, ambulante Krankenpflege, mit dem Rollstuhlfahrrad ihre "Kunden" abholen und ihnen so ein Gefühl von Freiheit, ein Stück Teilhabe am Leben, ermöglichen. Allerdings sind die Termine 2017 für das Rollstuhlfahrrad bereits ausgebucht. 

Informationen zum Rollstuhlfahrrad und Voraussetzungen für dessen Miete erhalten Sie von Daniela Müller, Pflegedienstleitung der Sozialstation Rosenheim, unter der Telefonnummer: 08031 – 203613 und E-Mail: daniela.mueller@caritasmuenchen.de.

Für alle anderen Fragen die pflegende Angehörige betreffen, wenden Sie sich an die Fachstelle für pflegende Angehörige im Caritas-Zentrum Rosenheim, Telefonnummer: 08031-203720.

Pressemeldung Caritas Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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