Landrat Berthaler verlieh Ehrenzeichen auf Schloss Hartmannsberg

Langjährige Ehrenamtliche für ihr Engagement geehrt

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Sie wurden für ihr jahrzehntelanges Engagement im Ehrenamt ausgezeichnet. Zu den Gratulanten gehörten Landrat Wolfgang Berthaler (links) und Richard Schreiner (3. von rechts) vom Vermessungsamt Rosenheim.

Landkreis Rosenheim - Im Rahmen einer Feierstunde auf Schloss Hartmannsberg wurden am Mittwoch, den 22. November neun Bürgerinnen und Bürger für ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement geehrt.

Für ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement hat Landrat Wolfgang Berthaler neun Bürgerinnen und Bürger geehrt. Auf Schloss Hartmannsberg verlieh der Landrat das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigten Frauen und Männern sowie Ehrenurkunden für verdiente langjährige Feldgeschworene.

"Wir haben den Ehrenamtlichen viel zu verdanken"

Berthaler betonte, dass es Deutschland ohne Ehrenamt so nicht geben würde: „Wir haben den Ehrenamtlichen viel zu verdanken.“ Zu der kleinen Feierstunde waren auch die Bürgermeister Richard Richter aus Bruckmühl, Bernhard Hainz aus Gstadt, Hubert Wildgruber aus Oberaudorf, Olaf Kalsperger aus Raubling sowie die zweiten Bürgermeister aus Rosenheim Anton Heindl und Dieter Kannengießer aus Kolbermoor gekommen. 

Anfänge reichen ins 12. Jahrhundert zurück

Den Feldgeschworenen gratulierte zudem Richard Schreiner im Namen der Bayerischen Vermessungsverwaltung und des Vermessungsamtes Rosenheim zum 25-jährigen Jubiläum. „Eine solch lange Zeit einer Aufgabe treu zu bleiben, verdient unseren größten Respekt“, sagte Schreiner. Er erinnerte daran, dass es kaum ein kommunales Ehrenamt mit einer so langen Tradition und Geschichte gibt. Die Anfänge reichen bis in das 12. Jahrhundert zurück.

Die Feldgeschworenen kennen in ihrer Heimatgemeinde jeden Grenzstein. Dieser Ortskenntnis ist es zu verdanken, dass private Grenzstreitigkeiten meist schnell geklärt werden. Im Auftrag des Bayerischen Finanzministers überreichte Landrat Berthaler Sebastian Gilg aus Rosenheim, Josef Holzmaier aus Oberaudorf und Johann Reif aus Gstadt jeweils für ihre 25-jährige Amtszeit eine Ehrenurkunde.

Bevor der Landrat das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten verlieh und die goldene Ehrenamtskarte aushändigte, nahm er sich für eine ausführliche Würdigung jeder und jedes Einzelnen Zeit.

Heidemarie Buchbauer unterstützt seit mehr als 30 Jahren den ASV Happing

Die Brannenburgerin Heidemarie Buchbauer wurde 1986 als erste Frau in die Vorstandschaft des Sportvereins ASV Happing gewählt. Seit inzwischen mehr als 30 Jahren ist sie die 1. Kassiererin des Vereins. In dieser Zeit führte sie die Kasse nicht nur zur Zufriedenheit der Mitglieder in der Jahreshauptversammlung, sondern auch des beteiligten Steuerbüros und des zuständigen Finanzamtes. Das der ASV Happing wirtschaftlich sehr gesund ist und fast alle Anschaffungen aus eigenen Mitteln finanzieren konnte, wird auch dem Engagement von Heidemarie Buchbauer zugeschrieben.

Werner Berger gleich für mehrere Ehrenämter geehrt

Eine ganze Reihe von Ehrenämtern wird von Werner Berger aus Bruckmühl wahrgenommen. Seit 1982 ist er ehrenamtlicher Prüfer für die IHK München und Oberbayern. Von 1998 bis heute ist er zudem Vorsitzender im Prüfungsausschuss „Kaufmann/-frau im Einzelhandel“. Werner Berger engagiert sich in den Sparten Ski und Fußball im SV-DJK Götting und war von 1996 bis 2004 stellvertretender Vorsitzender. Von 2003 bis 2007 war er stellvertretender Präsident im DJK Diözesanverband München und Freising. 

Im Anschluss daran bis 2015 leitete er als Präsident die Geschicke des DJK-Sportverbandes. Seit März 2015 ist Werner Berger Ehrenpräsident. Dem Pfarrgemeinderat der Pfarrei Götting – St. Michael gehört er seit 2002 an, 2004 wurde er stellvertretender Pfarrgemeinderatsvorsitzender. Berger engagiert sich auch in der Kommunalpolitik. Er gründete die OLB – Offene Liste Brückmühl mit und gehört dem Marktgemeinderat an. Seit Oktober 2015 ist der Geehrte auch Mitglied im Vorstand der Bayerischen Sportjugend im Kreisverband Rosenheim.

Klaus Christoph langjähriges Vorstandsmitglied des SV Bruckmühl e.V.

Seit mehr als 30 Jahren ist Klaus Christoph erster Vorstand des Sportvereins Bruckmühl e.V. Schon vor seiner Wahl zum ersten Vorstand nahm er verschiedene Funktionen war, dem Verein gehört er seit 1968 an. Das wichtigste Ereignis in seiner Zeit als Vorstand war der Erwerb und Bau des neuen Sportzentrums „Am Sportplatz“. Als Mitglieder eines Bauausschusses sorgten Christoph und fünf weitere Vereinsmitglieder für eine erfolgreiche Umsetzung des ambitionierten Projektes. 

Zu seinen Aufgaben als erster Vorstand gehört zudem die alljährliche Organisation des Bruckmühler Volksfestes. Klaus Christoph gilt als umsichtiger und vorausschauender Vereinsvorstand, der noch Pläne hat, zum Beispiel eine Ballsporthalle. Seit 2002 gehört der Geehrte auch dem Marktgemeinderat von Bruckmühl an, seit März 2016 übt er das Amt des zweiten Bürgermeisters aus.

Erika Dometshauser-Spohn seit 1978 ehrenamtlich tätig

Erika Dometshauser-Spohn begann ihre „Ehrenamts-Karriere“ 1978 im Trachtenverein „D’Wendlstoana“ Bruckmühl. Dort engagiert sie sich in unterschiedlichen Funktionen bis heute. Für zwei Gaufeste und mehrere Gründungsfeste war sie als Mitglied des Festausschusses aktiv an der Planung und Durchführung beteiligt. Im Verband der Trachtenjugend war sie von 2006 bis 2012 stellvertretende Verbandsvorsitzende. 

Als Vertreterin der Trachtenjugend ist Erika Dometsbauer-Spohn seit 1994 Vorstandmitglied im Kreisjugendring. 2015 wurde sie zur ersten Vorsitzenden des Kreisjugendrings gewählt. Zudem ist sie Mitglied im Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt und seit 2000 im Vorstand tätig. 2003 half sie mit, die Auflösung des EHC Bad Aibling zu verhindern. Sie ist seitdem im Vorstand aktiv und leitet auch die Geschäftsstelle des EHC Bad Aibling. 2006 gründete Dometsbauer-Spohn den Förderverein Realschule Bruckmühl mit. Sie arbeitet bis heute in der Vorstandschaft mit, dessen erste Vorsitzende sie von 2010 bis 2014 war. Seit 2012 ist die Geehrte zudem zweite Stellvertreterin im Bayerischen Landessportverband e.V. Kreis Rosenheim.

Auch Franz Stadler und Otto Kauer wurden geehrt

Seit 50 Jahren ist Franz Stadler aus Kolbermoor Mitglied im Trachtenverein Alt-Rosenheim. Nachdem er jeweils mehrere Jahre 2. Vorplattler bzw. 1. Jugendleiter war, übernahm er 1991 das Amt des 1. Kassier, das er bis heute ausübt. Sein Fachwissen ist so umfassend, dass der Verein keinen Steuerberater braucht. Zum 100-jährigen bzw. zum 120-jährigen Jubiläumsfest war er jeweils Mitglied im Festausschuss. Seit dem Jahr 2000 ist Franz Stadler Mitglied der Kirchenverwaltung von Hl. Dreifaltigkeit. 2013 und 2014 übte er das Amt des Trägervertreters für die Kindergärten Hl. Dreifaltigkeit und Wiederkunft Christi aus.

Dem Sport hat sich der Raublinger Otto Kauer verschrieben. Seit 1980 nimmt er beim TSV Brannenburg als verantwortlicher Prüfer das Deutsche Sportabzeichen ab. Zudem organisiert er den Zugang zu den Sportstätten und pflegt und wartet die Gerätschaften.

Ehrenzeichen zeichnet langjährige ehrenamtliche Tätigkeit aus

Das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten wird seit 1994 als ehrende Anerkennung für langjährige hervorragende ehrenamtliche Tätigkeit verliehen. Es erhalten Personen, die sich durch aktive Tätigkeit in Vereinen, Organisationen und sonstigen Gemeinschaften mit kulturellen, sportlichen, sozialen oder anderen gemeinnützigen Zielen hervorragende Verdienste erworben haben. Die Verdienste sollen vorrangig im örtlichen Bereich erbracht worden sein und in der Regel mindestens 15 Jahre umfassen. Das Ehrenzeichen ist eine Anstecknadel, das ein achtstrahliges weißes Malteserkreuz zeigt, das von einem grünen Lorbeerkranz umgeben ist.

Pressemeldung Landratsamt Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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