MdB Ludwig setzt Dialog mit Landwirten fort

"Herzanliegen" bäuerliche Familienbetriebe zu erhalten

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MdB Daniela Ludwig, der Kreisvorsitzende der AG Landwirtschaft Josef Paul, die Vorsitzende der CSU-Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaft Marlene Mortler, der Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes Josef Bodmaier, Kreisbäuerin Rosalinde Riepertinger.

Landkreis Rosenheim/Prutting - Die bäuerlichen Familienbetriebe auch für die nachfolgenden Generationen erhalten - das strebt die Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig an. Deswegen engagiert sie sich für einen permanenten Dialog mit den Landwirten. 

Die CSU kämpft auf allen politischen Ebenen für den Erhalt der bäuerlichen Familienbetriebe. „Dabei geht es nicht nur um die Probleme Milchpreis oder Biomasse. Wir wollen in den Köpfen der Menschen wieder verankern, dass wir diese unersetzlichen Betriebe für nachfolgende Generationen erhalten müssen“, sagte die Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig bei einer Veranstaltung mit der Vorsitzenden der CSU-Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaft, Marlene Mortler, und Vertretern aus bäuerlichen Betrieben und Organisationen im Hofcafé Donebauer in Prutting. 

Die Landwirtschaft sei aus ganz Deutschland nicht wegzudenken, so die heimische Abgeordnete, und gerade in Bayern und in der Region Rosenheim von Familienbetrieben geprägt. „Eine Million Menschen in Deutschland erzeugen in 270.000 landwirtschaftlichen Betrieben Produkte im Wert von 50 Milliarden Euro im Jahr. Die Landwirte sind es, die uns mit hochwertigen Nahrungsmitteln versorgen.“

Auch wenn es noch Probleme wie den fallenden Milchpreis gibt: „Die CSU hat auf Bundesebene Erfolge erzielt, weil wir hart geblieben sind für unsere Bauern“, betonte Marlene Mortler. “Insbesondere beim Energie-Einspeisungs-Gesetz (EEG) haben wir erreicht, dass Biomasseanlagen eine wirtschaftliche Perspektive haben. Das gilt auch für kleine Bestandsanlagen. Ohne die CSU wäre hier gar nichts möglich gewesen.“

CSU engagierte sich beim Milchgipfel

In der Diskussion mit den Landwirten und Verbandsvertretern war der Milchpreis ein zentrales Thema. „Auch hier hat die CSU beim Milchgipfel in Berlin einiges durchgesetzt“, so Daniela Ludwig. „So zum Beispiel, dass der Bund die Zuschüsse der Landwirtschaftlichen Unfallversicherung um 78 Millionen auf 178 Millionen erhöht. Die Entlastungswirkung bei den Versicherungsbeiträgen steigt 2016 von 20 auf 36 Prozent.“ Die Bundesregierung wird sich außerdem dafür einsetzen, dass die EU in einem zweiten Hilfspaket die europäischen Liquiditätshilfen fortsetzen wird.

Dennoch ist das Problem Milchpreis noch nicht gelöst. „Wir haben noch keine Patentlösung gefunden“, erklärte der Kreisvorsitzende der AG Landwirtschaft Josef Paul. „Kurzfristige Mengenbeschränkungen sind ebenso keine Lösung wie ein freiwilliger Lieferverzicht.“ Paul schlug vor, ein Versicherungsmodell aus den USA zu prüfen. „Wenn der Preis pro Liter unter 35 Cent fällt, greift hier die Versicherung. Man könnte aber auch über Abschlachtprämien nachdenken.“

Kreisobmann schlägt Alternative vor

Der Kreisobmann des Bauernverbandes Josef Bodmaier schlug ein anderes Modell vor. „Bei Ausgleichszahlungen für Milchviehbetriebe wäre es vielleicht einfacher, Prämien nach Anzahl der Kühe zu zahlen, und zwar gestaffelt. So sollte ein Viehhalter mit 30 Tieren mehr bekommen als einer mit 60 Tieren, und ab 240 Kühen ist es dann vorbei mit den Zahlungen. Das wäre eine elegante Lösung.“

Ein weiterer Wunsch der Landwirte war es, die Regelungen bei den Bergbauern auszuweiten. Hier könne man die Gemarkungsgrenzen in den Gemeinden ändern, so dass mehr Landwirte in den Genuss einer Förderung kämen. Die Bauern wiesen darauf hin, dass das Exportverbot nach Russland einen Anteil an der Krise beim Milchpreis habe.

Dramatische Lage der Landwirte

Der Hausherr und Landwirt in Prutting Anton Maier bezeichnete die Lage der Bauern als dramatisch. „Uns sind die Märkte weggebrochen. Wie wir das alles schaffen, weiß ich nicht. Viele werfen schon jetzt geistig das Handtuch.“ Marlene Mortler und Daniela Ludwig betonten, dass die CSU gemeinsam mit den Landwirten nach einer Lösung beim Milchpreis suchen wird. „Sie haben uns wertvolle Vorschläge mit auf den Weg gegeben“, sagte Mortler. 

„Wir werden in Klausurtagungen im September intensiv diskutieren, was der beste Ansatzpunkt ist.“ Daniela Ludwig versprach, den Dialog mit den Bauern fortzusetzen. „Es ist der CSU und mir persönlich ein Herzensanliegen, dass wir unsere bäuerlichen Familienbetriebe auch in Zukunft unterstützen.“

Quelle: rosenheim24.de

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