Frösche und Kröten wandern wieder

Landratsamt und Bund Naturschutz bitten Autofahrer um Vorsicht

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Landkreis Rosenheim - Die äußeren Bedingungen mit Regen und frostfreien Nächten passen teilweise schon. Am liebsten wandern Amphibien nämlich wenn es nass ist und die Außentemperaturen über fünf Grad liegen. In den kommenden Wochen werden wieder zahlreiche ehrenamtliche Helfer versuchen, die gefährliche Wanderung von Kröten, Molchen, Unken und Fröschen etwas sicherer zu gestalten.

Der Aufwand lohnt sich. Allein im vergangenen Jahr wurden im Landkreis Rosenheim mehr als 10.000 Amphibien auf ihrem Weg von den Winterquartieren zu den Laichgewässern sicher über die Straße gebracht. Die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Rosenheim und der Bund Naturschutz appellieren an die Verkehrsteilnehmer Rücksicht zu nehmen und zwar nicht nur auf die Frösche und Kröten, sondern besonders auch auf die ehrenamtlichen Amphibienschützer am Straßenrand.

Schutzzäune mit Auffangeimer und Hinweisschilder

In Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Kreisbauhöfe und dem Straßenbauamt werden in den kritischen Bereichen nach Möglichkeit Schutzzäune mit Auffangeimern und Hinweisschilder aufgestellt, wenn notwendig auch mit Geschwindigkeitsbeschränkungen. Da die Tiere vorwiegend ab der Dämmerung bis zum Tagesanbruch wandern, werden die Helfer meist bisin die späten Abendstunden und am frühen Morgen versuchen, die reisefreudigen Amphibien vor dem Tod durch Überfahren zu bewahren, in dem sie sowohl die in die Auffangeimer gefallenen als auch auf den Straßen befindlichen Tiere einsammeln und aus der Gefahrenzone bringen.

Bund Naturschutz sucht Helfer

Im Übrigen sucht der Bund Naturschutz noch dringend Helfer. Spezielle Voraussetzungen müssen diese nicht mitbringen. Wichtig sind die Freude am Amphibienschutz und eine gewisse Wetterfestigkeit mit geeigneter Kleidung und Stirnlampe.Aufgrund des Klimawandels mit milderen und kürzeren Wintern muss die ehrenamtliche Hilfe immer früher beginnen, während das Sammelende gleich bleibt.

Interessenten melden sich im Büro der Kreisgruppe Rosenheim des Bund Naturschutzes, telefonisch unter 08031 12831 oder per E-Mail unter rosenheim@bund-naturschutz.de.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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