Arbeitslosenzahlen der Rosenheimer Arbeitsagentur

Trend setzt sich fort: Arbeitslosenquote sinkt

Landkreis - Der Trend setzt sich weiter fort: Die Rosenheimer Arbeitsagentur darf einmal mehr sinkende Arbeitslosenzahlen verkünden. Im Juni fiel die Quote erneut.

„Die positive Stimmung auf dem Arbeitsmarkt setzt sich auch im Juni fort“, so Dr. Nicole Cujai, Leiterin der Rosenheimer Arbeitsagentur. „Wir haben jetzt eine Arbeitslosenquote von 2,7 Prozent (Vormonat und Vorjahr: 2,8 Prozent), bei den Jugendlichen unter 25 Jahren sogar von 2,0 Prozent, also quasi Vollbeschäftigung.“ Cujai weiter: „Der gute Arbeitsmarkt wird von einer nach wie vor starken Dynamik unterstützt. Im Berichtszeitraum (13. Mai bis 15. Juni) haben sich 2 340 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet und 2 580 haben sich im gleichen Zeitraum abgemeldet.“

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Da die Zahl der Abmeldungen höher ausfiel als die Zahl der Neuzugänge, reduzierte sich die Gesamtzahl der Arbeitslosen zum Stichtag 15. Juni auf nunmehr 7 670, das sind 250 weniger als im Vormonat und auch 240 weniger als im Juni letzten Jahres.

Von der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt profitieren im Vormonatsvergleich alle Personengruppen. Beim direkten Vergleich mit dem Monat Juni des Vorjahres schneiden allerdings die arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren (insgesamt 700, plus 30 gegenüber dem Vorjahr) und die Ausländer (insgesamt 1 650, plus 160 gegenüber dem Vorjahr) nicht so gut ab. Cujai dazu: „Bei Ausländern denken viele spontan an Flüchtlinge, dabei sind die stärkste Gruppe die türkischen Bürgerinnen und Bürger, gefolgt von Rumänen, Italienern, Serben und Ungarn. Wir beobachten aber, dass auch die Zahl der arbeitslos gemeldeten Syrer fluchtbedingt ansteigt. Zugleich steigt auch die Beschäftigung von Ausländern deutlich an (plus 14,7 Prozent mit Stichtag 30.12.2014 gegenüber dem Vorjahr).“ Die Agenturleiterin weiter zu den Jugendlichen unter 25 Jahren: Im Juni finden in vielen Ausbildungsberufen die Abschlussprüfungen statt. Nicht alle fertigen Azubis werden anschließend von ihrem Ausbildungsbetrieb in ein Arbeitsverhältnis übernommen, das heißt, sie melden sich arbeitslos und sind auf der Suche nach einer Stelle. Für diese jungen Menschen veranstalten wir Ende Juli eine spezielle Messe mit dem Titel „Ausbildung beendet, und jetzt?“, denn eigentlich sind die Chancen für junge Menschen derzeit wirklich sehr gut, Arbeitgeber sollten dieses Potential auch nutzen!“

Andere stehen noch vor ihrem ersten Schritt ins Berufsleben und suchen eine Lehrstelle. Die Bewerber besuchen bis zu den Ferien noch die reguläre Schule, andere sind in schulischen oder beruflichen Vorbereitungsmaßnahme. Der aktuelle Ausbildungsmarkt (Geschäftsstatistik der Agentur für Arbeit) sieht wie folgt aus: 1 130 Jungs und Mädchen suchen für den Ausbildungsbeginn im Herbst noch eine Ausbildungsstelle, das heißt, sie sind bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit aktuell als Bewerber registriert. Sie bewerben sich laufend und warten auf eine definitive Zusage. Auf der anderen Seite suchen aber auch Betriebe immer noch ihren passenden Azubi.

Zum Stichtag (15. Juni) gab es bei der Agentur für Arbeit 1 450 offene Ausbildungsstellen. Die Palette der angebotenen Berufe ist dabei ausgesprochen groß. Spitzenreiter sind Berufe in der Gastronomie (Koch/Köchin, Hotel-fachmann/-frau), im Handel, im Bereich Maschinen- und Fahrzeugtechnik, sowie bei den medizinischen Gesundheitsberufen. Cujai zum Ausbildungsmarkt: „Betriebe und Jugendliche setzen zum „Endspurt“ für Lehrstellen mit Ausbildungsbeginn im Herbst an. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass sich in den Monaten Juli, August und September immer noch viel tut. Betriebe entscheiden sich kurzfristig, Bewerber überlegen sich die eine oder andere Alternative und so finden – oft ganz schnell – beide Partner zusammen. Natürlich bewerben sich auch Jugendliche oder junge Erwachsene, die von ihrem Lebenslauf und ihrer schulischen Vita her nicht unbedingt die besten Voraussetzungen haben, aber wir haben die Möglichkeit ausbildungsbegleitende Hilfen - eine Art Nachhilfeunterricht – anzubieten und neu die Assistierte Ausbildung. Nähere Informationen dazu erteilen wir gerne.“

Von Mitte Mai bis Mitte Juni haben die Arbeitsvermittler/innen vom Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit 1 065 neue sozialversicherungspflichtige Stellenangebote entgegen genommen. Zum Stichtag (15.06.2015) gab es 3 335 offene Stellen, darunter 3 150 sozialversicherungspflichtige. Der Arbeitsmarkt hier in der Region läuft ausgesprochen gut, dies belegen die Stellenmeldungen der Betriebe und Unternehmen, die seit 2014 kontinuierlich Monat für Monat ansteigen.

Der Arbeitsmarkt in den einzelnen Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim

Die Gesamtzahl der Arbeitslosen wird nach zuständigen Rechtskreisen unterschieden. Die Arbeitsagentur betreut Menschen nach dem Rechtskreis SGB III und die Jobcenter nach dem Rechtskreis SGB II.

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In der Stadt Rosenheim ist die Zahl der Arbeitslosen mit 1 626 Betroffenen gegenüber dem Vormonat um insgesamt 39 Personen gesunken. Die Arbeitslosenquote ist mit 4,8 Prozent zum Vormonat ebenfalls um 0,1 Prozentpunkte gefallen. Von den betroffenen Personen werden derzeit 588 (minus 37) von der Hauptagentur in Rosenheim betreut. Die Zahl der durch das Jobcenter Rosenheim Stadt betreuten Kunden ist lediglich um zwei Personen auf 1 038 zurückgegangen.

- Der Landkreis Rosenheim weist eine Arbeitslosenquote von 2,5 Prozent (Vormonat ebenfalls 2,5 Prozent) auf. Hier sind mit 3 320 erwerbslosen Personen 95 weniger gemeldet als im Mai. Von den Beschäftigungslosen werden 1 837 Personen durch die Hauptagentur in Rosenheim (SGB III) betreut, 90 weniger als im Mai. Das Jobcenter Landkreis Rosenheim (SGB II) ist für 1 483 Frauen und Männer zuständig, fünf weniger als im Vormonat.

- Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen verzeichnet mit 1 601 erfassten Arbeitslosen einen Rückgang um 71 bei der Arbeitslosigkeit. Die Quote hat sich hier von 2,5 Prozent im Mai auf 2,4 Prozent verringert. Die Arbeitsagenturen Bad Tölz und Wolfratshausen betreuen insgesamt 924 Erwerbslose, 62 weniger als im Vormonat. Das Jobcenter Bad Tölz-Wolfratshausen kümmert sich um 677 arbeitslos gemeldete SGB II – Kunden, das sind neun weniger als im Vormonat.

- Im Landkreis Miesbach beträgt die Arbeitslosenquote 2,2 Prozent (Vormonat: 2,3 Prozent). Hier sind derzeit 1 126 Personen erwerbslos gemeldet, 49 weniger als im Vormonat. 648 Männer und Frauen werden von der Agentur für Arbeit in Holzkirchen betreut, 46 weniger als im Mai. Das Jobcenter in Miesbach verzeichnet bei der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat ein Minus von drei Betroffenen, aktuell sind 478 SGB II – Kunden als arbeitslos gemeldet.

Pressemitteilung Agentur für Arbeit Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Picture Alliance / dpa

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