Das Wirtschaftsbarometer für den Juli in Rosenheim

Geschäftserwartungen im Landkreis hellen sich wieder auf

Rosenheim - Die aktuellen Ergebnisse des Wirtschaftsbarometer Rosenheim belegen wieder verbesserte Geschäftsaussichten in der Region Rosenheim. Lediglich die Investitionsneigung nahm deutlich ab.

Nachdem in dieser monatlichen Umfrage der Fakultät für Betriebswirtschaft an der HS Rosenheim, im vergangenen Monat noch eine eher pessimistische Lage dokumentierte (- 6,7), erreichte der aktuelle Saldo aus positiven und negativen Erwartungen + 11,6.

Er ist damit nur geringfügig schwächer, als vor Jahresfrist, damals lag er bei -+ 13,7. Die Einschätzungen entsprechen damit denen, die das ifo-Institut für Deutschland erhoben hat (+ 11,1).

Geschäftslage in Rosenheim trotz leichtem Rückgang immer noch sehr gut

Die Geschäftslage wird von den teilnehmenden Unternehmen unverändert sehr gut eingeschätzt, so erreichte dieser Saldo + 39,9. Dieser sehr gute Wert stellt aber doch einen spürbaren Rückgang zum Vormonat (+ 49,9) und auch leicht zum Vorjahr (+ 41,2) dar. 

Traditionell wird die Geschäftslage in Rosenheim besser eingeschätzt, als es das ifo-Institut für Deutschland ermittelt. In diesem Monat liegen die vergleichbaren Werte für Deutschland seit langem wieder etwas höher als in Rosenheim (+ 40,1).

Weniger Unternehmen wollen ihre Mitarbeiterzahl erhöhen

Zum Quartalsende wurden die teilnehmenden Unternehmen des Stadt- und Landkreises Rosenheim auch wieder nach Ihren Planungen in Bezug auf die Mitarbeiteranzahl und die Höhe der Investitionen in den kommenden 12 Monaten befragt.

Während zu Jahresbeginn noch fast jedes dritte Unternehmen angab, die Mitarbeiteranzahl erhöhen zu wollen, fiel deren Anteil auf 26 %. Allerdings reduzierte sich auch der Anteil der Unternehmen, die einen Personalabbau planen, leicht von 7 auf 6 %. Bei einer Betrachtung der Branchen zeigt sich, dass mit einem Anteil von 33 % im verarbeitenden Gewerbe der höchste Anteil an Unternehmen zu finden ist, der aufbauen möchte, allerdings auch mit 11 % derjenigen, die eine Reduzierung planen.

Investitionsneigung nahm ab

Auch die Investitionsneigung nahm spürbar ab. So plant nur noch jedes 5. Unternehmen die Investitionen auf Jahressicht zu erhöhen, nachdem es zu Beginn des Jahres noch 28 % waren. Bedenklich ist hier vor allem, dass der Anteil der Unternehmen, die die Investitionen kürzen wollen auf 17 % stieg. Ende Dezember des Vorjahres waren es nur 10 %, vor einem Jahr sogar nur 7 %.

Am investitionsfreudigsten zeigt sich das Baugewerbe, bei dem alle teilnehmenden Firmen angaben die Investitionen ausweiten zu wollen. Mit 22 % ist der Anteil der Unternehmen, die eine Reduktion der Investitionen planen, im verarbeitenden Gewerbe am höchsten.

Pressemeldung Fachhochschule Rosenheim, Fakultät für Betriebswirtschaft

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / Jens Wolf/dpa

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