SPD kritisiert Zeitverzögerung im Bürgerdialog

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Die SPD- Kreistagsfraktion sucht den Dialog mit dem Tiroler Nachbarn beim Thema Brennerzulaufstrecke. Von links Werner Gartner, stell. Landrätin Alexandra Burgmaier, Bürgermeister Kolbermoor Peter Kloo, SPD-Fraktionsführer Ralf Wieser, SPÖ-Obmann Rudolf Wehr, Landratskandidat Alexander Molitor, Kufsteiner Bürgermeister Mag. Martin Krumschnabel, Wasserburger Bürgermeister Michael Kölbl, Hieronymus Stockinger, Marlene Hof-Hippke und Roland Schmidt

Landkreis/Kufstein - Über den Bahn-Streckenausbau für den Brennerzulauf und die Lärmbelastung diskutierte nun die Kreistagsfraktion der SPD mit dem Kufsteiner Bürgermeister Krumschnabel.

Seit Januar 2012 kündigt das Bundesverkehrsministerium einen Planungsdialog zum Streckenausbau für den Brennerzulauf an. Seither sei kaum etwas geschehen, kritisiert die SPD. In den letzten Monaten bestehe sowohl auf bayerischer wie Tiroler Seite völlige Gesprächsruhe. Dies wurde bestätigt, als sich SPD-Kreistagsfraktion im Rahmen ihrer Klausurtagung das Thema mit dem Kufsteiner Bürgermeister Martin Krumschnabel erörterte.

Vorentscheidung schon gefallen?

Peter Kloo, SPD-Kreisfraktionssprecher: „Positiv ist, dass die Deutsche Bahn genauso wie die Bundes- und Länderregierungen eine aktive Bürgerbeteiligung in den Mittelpunkt der Planungen stellen wollen. Negativ ist, dass der Beginn des Bürgerdialogs wiederholt nach hinten verschoben wurde und die letztjährige Auftaktveranstaltung ohne Bürger im exklusiven Teilnehmerkreis stattfand.“

In der Zeitverzögerung sieht SPD-Kreisrat Roland Schmidt einen weiteren Hinweis dafür, dass für die Deutsche Bahn vieles schon vorentschieden ist: Trassenführung auf den bestehenden Gleisen; viergleisiger Ausbau zwischen Oberaudorf und Flintsbach zum Überholen; etwas mehr Lärmschutz durch die Orte; kürzere Zugtaktung. „Dafür spricht, dass die Signaltechnik auf dem Streckenabschnitt Rosenheim-Kufstein bereits hochmodern ausgebaut wurde. Die Züge könnten heute schon mit 90 Sekunden Abstand fahren statt der praktizierten 3-Minuten-Regelung.“

"Lärm gar nicht erst entstehen lassen"

Neben den allseits geforderten Lärmschutzmaßnahmen wie Einhausung und Tunnellösung sieht der Kieferer SPD-Fraktionsführer im Gemeinderat Ralf Wieser einen Punkt zu wenig berücksichtigt: „Der beste Schutz vor Lärm ist, diesen erst gar nicht entstehen zu lassen. Moderne Zugachssysteme erreichen heute schon eine Lärmreduzierung um über 50 Prozent.“ Deshalb seine Forderung: „Von Beginn an muss festgeschrieben werden, dass durch das enge Inntal nur Zuggarnituren genutzt werden dürfen, die mit leisen Achssystemen ausgestattet sind.“ Dies sollte ab sofort Ziel der Lärmschutzbemühungen aller Inntalgemeinden sein, nicht erst ab Fertigstellung des Brennerbasistunnels.

Pressemitteilung SPD Kreis Rosenheim 

Quelle: rosenheim24.de

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