Landratsamt schließt Kapitel Hochwasser 2013 ab

Hochwasser-Opfer bekamen rund 850.000 Euro

Landkreis Rosenheim - Der Vergabeausschuss im Rosenheimer Landratsamt schließt das Kapitel Hochwasser 2013 - und fasst die gespendeten und ausbezahlten Summen zusammen:

Mehr als drei Jahre nach der Hochwasserkatastrophe in der Region hat der Vergabeausschuss Bilanz gezogen. An 200 Hochwassergeschädigte aus dem Landkreis Rosenheim wurden knapp 851.000 Euro vergeben. Für einige wenige verbliebene Schadensfälle stellte der Vergabeausschuss noch 30.000 Euro zur Verfügung. Die Beschlüsse sind mit der Auflage verbunden, die Rechnungen bis Ende des Jahres einzureichen.

Fast eine Million Euro gespendet

Dann haben wir das Hochwasser abgeschlossen, sagte Landrat Wolfgang Berthaler und fügte an, hoffen wir, dass so schnell kein neues kommt. Mit Unterstützung des Oberbayerischen Volksblattes hatten die Bürgerinnen und Bürger im Jahr 2013 975.000 Euro für Betroffene im Landkreis Rosenheim und im Chiemgau gespendet. Aufgrund der Angaben im Verwendungszweck wurden 20.000 Euro davon weitergeleitet, beispielsweise an die Stadt Rosenheim und den Landkreis Traunstein. Gut 17.000 Euro wurden dem Landkreis Rosenheim aus dem Spendenkonto der Hochwasserhilfe Bayern zur Verfügung gestellt.

Am Ende des Jahres, wenn alle Schadensfälle abgerechnet sind, werden voraussichtlich 92.000 Euro an Spendengeldern übrig bleiben. Der Vergabeausschuss beschloss, diese Summer der Orthopädischen Kinderklinik in Aschau zur Verfügung zu stellen. Dort werden die Sanierungsarbeiten, die nach dem Hochwasser notwendig waren, voraussichtlich im September dieses Jahres abgeschlossen. Die Baumaßnahmen, um das Klinikgebäude vor einem zukünftigen Hochwasser zu schützen, haben dagegen noch nicht begonnen. 

Schwere Schäden im Landkreis

Die Klinik-Leitung kann eine zweckentsprechende Verwendung von Spendenmitteln aus der Fluthilfe- Spendenaktion damit gewährleisten. Dem Vergabeausschuss gehören, neben dem Landrat, Caritas Kreisgeschäftsführer Erwin Lehmann, der langjährige Kreisvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt Rosenheim Herbert Weißenfels, der Geschäftsführende Vorstand des Diakonischen Werkes Rosenheim Peter Selensky und aus dem Landratsamt der Kreisbrandrat, Mitarbeiter der Kämmerei, der Wirtschaftsförderung sowie des Sachgebiets Öffentliche Sicherheit und Ordnung an.

Berthaler bedankte sich bei allen ganz herzlich für ihr Engagement zugunsten der vom Hochwasser 2013 Geschädigten. Nach anhaltenden Regenfällen waren die Pegel von Bächen und Flüssen so stark angestiegen, dass am 2. Juni 2013 der Katastrophenfall für die Stadt und den Landkreis Rosenheim ausgerufen werden musste. Hunderte Gebäude standen im Landkreis im bzw. unter Wasser.

Schulen blieben geschlossen

Am Montag, den 3. Juni 2013 blieben nicht nur alle Schulen im Landkreis geschlossen, auch die für diesen Tag geplanten Fachabitur- und Abiturprüfungen mussten abgesagt werden. Zahlreiche Straßen waren gesperrt, der Bahnverkehr unterbrochen. Im Priener Hafen stand der Pegel des Chiemsees 1,80 Meter über seinem durchschnittlichen Normalwert.

Das größte Gefahrenpotential barg der Mangfalldamm zwischen der Brücken- und der Ludwigsstraße in Kolbermoor. Der Damm war völlig durchweicht, Sickerwasser trat bereits aus und trotzdem hielt er stand. Insgesamt waren etwa 5.500 Einsatzkräfte im Einsatz. Am 5. Juni 2013 abends um 19 Uhr wurde der Katastrophenfall für die Stadt und den Landkreis wieder aufgehoben.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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