Rosenheimer Kreisausschuss bewilligt Förderung

Imker in der Region werden mit 5.000 Euro unterstützt

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Nach der Sitzung besichtigte der Kreisausschuss das neue Amtsgebäude. Der Sachgebietsleiter "Kreiseigener Hochbau" Martin Rodemers (4. von links) führte Landrat Wolfgang Berthaler und die Kreisräte durch die Baustelle. Das Foto zeigt den Ausschuss im zukünftigen kleinen Sitzungssaal.

Rosenheim - Die drei regionalen Imkerverbände werden mit insgesamt 5.000 Euro unterstützt. Das beschloss der Kreisausschuss in seiner Sitzung am Dienstag, den 7. November.

Der Landkreis Rosenheim wird den drei Imkerverbänden in diesem Jahr 5.000 Euro zur Förderung der Bienenzucht zur Verfügung stellen. Der Kreisausschuss bewilligte die Bezuschussung am Dienstag, den 7. November einstimmig. Im kommenden Jahr sollen die Mittel zur Förderung der Bienenzucht, Bienenhaltung und Ausbildungsförderung auf 10.000 Euro erhöht werden. Landrat Wolfgang Berthaler hatte zuvor dafür geworben.

Betrag wird auf die drei Imkerverbände in der Region verteilt

Auf Basis der aktuellen Mitgliederzahlen erhalten der Kreisverband Imker Rosenheim 3.100 Euro, der Kreisverband Bayerischer Bienenzüchter Rosenheim-Inntal 1.200 Euro und der Kreisverband Bayerischer Bienenzüchter Wasserburg 700 Euro. Anfang des Jahres hatten die Kreisverbände eine finanzielle Unterstützung zur Gesunderhaltung ihrer Bienenvölker beantragt. Auch der Landtagsabgeordnete Otto Lederer hatte eine pauschale Förderung angeregt.

Hintergrund: Eine Änderung im Förderwesen 

Bis 2016 wurden im Rahmen eines EU-Förderprogramms Arzneimittel zur Bekämpfung der Varroose bezuschusst. Varroose wird durch die Varroamilbe ausgelöst. Sie ist ein Parasit, der sowohl die erwachsenen Bienen als auch die Bienenbrut schädigt. Die Varroose ist eine gefürchtete Bienenkrankheit, die in Europa regelmäßig größte Verluste verursacht.

EU-Zuschussverfahren aufwendig und umständlich 

Seit diesem Jahr gibt es kein Geld mehr für Arzneimittel. Stattdessen werden jetzt ausschließlich Applikatoren, also Kunststoffbehälter zur Verdunstung von Ameisensäure in Bienenstöcken gefördert. Da den Verantwortlichen in den drei Verbänden das Zuschussverfahren zu umständlich und zu zeitaufwändig ist, verzichteten sie auf die EU-Förderung. Auch die im Landkreis-Haushalt zweckgebunden zur Anschaffung von Applikatoren eingestellten 5.000 Euro wurden wegen der fehlenden EU-Förderung nicht abgerufen. Stattdessen wurde beim Landkreis ein Antrag auf finanzielle Unterstützung zur Gesunderhaltung der Bienenvölker und Förderung der Bienenzucht gestellt. 

Dem stimmte der Kreisausschuss zu, weil Imker durch ihre Arbeit einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der Natur leisten. Bienenzucht ist besonders wichtig, damit auch in Zukunft die Bestäubung der heimischen Kultur- und Nutzpflanzen gesichert ist.

Pressemeldung Landratsamt Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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