Rosenheimer Wirtschaftsbarometer im Juni

Unverändert günstige Geschäftslage in Rosenheim

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Landkreis Rosenheim - Um die aktuelle Geschäftslage zu untersuchen, befragte die betriebswirtschaftliche Fakultät der FH Rosenheim Anfang und Mitte Juli die Teilnehmer des hiesigen Wirtschaftsbarometers. Das sind die Ergebnisse:

Brachen die Geschäftserwartungen der Teilnehmer am Wirtschaftsbarometer Rosenheim, im Vorfeld der Brexit Abstimmung, noch ein, so konnte sich in der aktuellen Umfrage der Saldo aus positiven und negativen Erwartungen wieder verbessern. Er erreichte + 13,6, nachdem er von sehr guten + 27 im April auf nur noch leicht positive + 9,3 gesunken war.

Die teilnehmenden Unternehmen erwarten offenkundig keine gravierenden Auswirkungen des Brexits auf die eigene Betriebstätigkeit. Auf die Frage, welche Konsequenzen konkret erwartet werden, gaben 55 % an, dass das Wirtschaftswachstum in Großbritannien durch den Austritt schwächer wird. Jedes Dritte gab an, dass sich dadurch auch das Wachstum in Deutschland verlangsamen werde. Eine Abschwächung des EU Binnenmarkts erwarten mit 32 % fast ebenso viele. Immerhin 26 % erwarten keine Auswirkungen.

Leichter Optimismus in Rosenheim

Der Saldo für die aktuelle Geschäftslage erreichte sehr positive +41,2, ein Anstieg zum Vormonat von fast 4 Punkten. Im Vorjahr war die Lageeinschätzung mit + 52,7 noch besser. Insgesamt eine gute und leicht optimistische Situation für Rosenheim.

Positive Personalplanung

In den Planungen für den Personalbestand und die Investitionshöhe in den kommenden 12 Monaten, schlägt sich dies, in dieser monatlichen Umfrage der Fakultät für Betriebswirtschaft, an der Hochschule Rosenheim, nur teilweise nieder. Auf die Frage nach den Planungen, in Bezug auf die Mitarbeiteranzahl, gab jedes Dritte Unternehmen an, diese steigern zu wollen, im 1. Quartal 2016 waren es nur 29 % und vor Jahresfrist sogar nur 24 %.

Zudem reduzierte sich der Anteil der Unternehmen, die Personal abbauen müssen, auf nur noch 7 %. Die Steigerung ist auf das verarbeitende Gewerbe, den Dienstleistungssektor und die Bauwirtschaft zurückzuführen. Im Einzelhandel ging dagegen der Anteil der Unternehmen, die Personal aufstocken wollen, auf nur noch 8 % zurück, Sie halten sich hierbei, mit genauso vielen Unternehmen, die einen Abbau planen, die Waage.

Bedenklich ist, dass in diesem Bereich vor 3 Monaten noch 21 % angaben, die Mitarbeiteranzahl erhöhen zu wollen Die Investitionsneigung ging zurück: nur 21 % der teilnehmenden Unternehmen planen diese zu erhöhen, am Ende des Vorquartals waren es noch 27 %. Eine Reduzierung planen allerdings lediglich 7 %, dies waren im Vorquartal noch 10 %.

Die Branchen entwickelten sich dabei sehr unterschiedlich, so planen die Unternehmen des Einzelhandels mit 25 % deutlich mehr die Investitionsausgaben zu erhöhen. Dagegen nur 18 % des verarbeitenden Gewerbes und 20 % der Dienstleistungsunternehmen, von denen in der letzten Umfrage noch fast jedes 3. Unternehmen eine Ausweitung plante.

Pressemitteilung Hochschule Rosenheim, Fakultät für Betriebswirtschaft

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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