Viele Lehrstellen sind noch unbesetzt

Landkreis - Azubis händeringend gesucht: Zu Beginn des Ausbildungsjahres sind in den Betrieben in Stadt und Landkreis Rosenheim noch viele Lehrstellen frei.

Während die Unternehmen angesichts des erwarteten Fachkräftemangels und gut laufender Geschäfte erneut mehr Ausbildungsplätze als im Vorjahr anbieten, stagniert die Zahl der Bewerber. Aufgrund der geburtenschwächeren Jahrgänge schwindet die Zahl der Schulabgänger. Dazu ist der Trend zum Studium und zu weiterführenden Schulen wie der Fachoberschule ungebrochen.

„Der Mangel an Ausbildungsbewerbern ist für die Wirtschaft mittlerweile ein ernstes Problem mit langfristigen Folgen“, sagt Sebastian Bauer, Vorsitzender des IHK-Gremiums Rosenheim. „Die Azubis von heute sind die Fachkräfte von morgen. Der fehlende Nachwuchs beeinträchtigt das Wachstumspotenzial der Betriebe in allen Branchen“, so Bauer weiter.

Nach Angaben der Arbeitsagentur stehen in Stadt und Landkreis Rosenheim Ende August 529 unbesetzten Lehrstellen lediglich 256 unversorgte Bewerber gegenüber. Insgesamt beginnen mit dem Start des Ausbildungsjahres 1.092 Jugendliche eine Lehre bei IHK-zugehörigen Unternehmen in Stadt und Landkreis, wie aus der Zwischenbilanz der IHK für München und Oberbayern hervorgeht. Dies entspricht einem Plus von 3,8 Prozent gegenüber demselben Zeitpunkt im Vorjahr.

Der IHK-Gremiumsvorsitzende ruft die Betriebe dazu auf, noch intensiver um den Fachkräftenachwuchs zu werben. „Eine abgeschlossene Ausbildung bedeutet heute Jobsicherheit, gute Aufstiegs- und Verdienstchancen sowie Qualifizierungsmöglichkeiten bis hin zum Studium. Das ist noch nicht allen Bewerbern bekannt“, erklärt Bauer. Betriebe sollten auch Schulabgängern mit weniger guten Noten eine Chance geben sowie passgenaue Angebote machen. „Mit Schulpatenschaften oder Ausbildungstagen im Unternehmen können Betriebe den Schülern bei der Berufsorientierung helfen“, so der IHK-Gremiumsvorsitzende. Immer mehr Firmen würden zudem Nachhilfe anbieten, um Defizite in Mathematik oder Deutsch auszugleichen. Um Abiturienten für die Lehre zu gewinnen, sei das duale Studium, das eine Berufsausbildung mit einem Bachelor-Studium verbindet, ein sehr erfolgreiches Modell, berichtet Bauer.

Insgesamt sind in Stadt und Landkreis Rosenheim 836 IHK-Unternehmen in der Ausbildung aktiv und stehen für rund 53 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse.

Pressemeldung Industrie und Handelskammer

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa/dpaweb

Zurück zur Übersicht: Region Wasserburg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser