Immer mehr Masern im Raum Rosenheim

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Landkreis - In Stadt und Landkreis Rosenheim werden immer mehr Fälle von Masern bekannt. Die Anzahl für 2013 soll sich seit Juli diesen Jahres verdoppelt haben.

In Bayern wurden laut aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts fast zehnmal so viele Fälle von Masern gemeldet, wie noch im Vorjahr. „Auch in Stadt und Kreis Rosenheim hat sich die Anzahl der Erkrankungen seit Mitte Juli mehr als verdoppelt. Mittlerweise sind bereits 17 Fälle bekannt“, so Klaus Kamitz, Regionalgeschäftsführer von der IKK classic in Rosenheim. Gerade jetzt zu Beginn des neuen Schul- und Kindergartenjahres gilt es für Rosenheim und Umgebung eine weitere Ausbreitung dieser Infektion zu vermeiden.

Bereits im Juli war bekannt geworden, dass weniger als 40 Prozent aller Kleinkinder im Landkreis Rosenheim gegen Masern geimpft werden.

Das Krankheitsbild der Masern

Die Krankheit Masern beginnt ähnlich wie eine angehende Erkältung: Zuerst kommt das Fieber, hinzu kommen oft Bindehautentzündung, Husten und Schnupfen. Doch innerhalb weniger Tage breitet sich dann der Masernausschlag häufig beginnend hinter den Ohren bis über den ganzen Körper aus. Erkrankte sind nach Einschätzung der Mediziner fünf Tage vor bis vier Tage nach Auftreten des Hautausschlags ansteckend.

Masern sind extrem ansteckend. Die Viren werden ganz leicht von Mensch zu Mensch zum Beispiel beim Sprechen, Husten oder Niesen übertragen (Tröpfcheninfektion). „Der beste Schutz gegen eine Infektion ist die Impfung“, rät Klaus Kamitz. Auch das Robert-Koch-Institut empfiehlt eine erste Impfung für Kleinkinder im Alter von elf bis 14 Monaten. Es handelt sich dabei um einen Kombinationsimpfstoff (MMR), der gleich drei Krankheiten bekämpft: Masern, Mumps und Röteln. Bis zum Ende des zweiten Lebensjahres des Kindes sollte die zweite MMR-Impfung erfolgt sein.

„Auch Jugendliche mit Lücken im Impfschutz und Erwachsene, die nach 1970 geboren wurden, sollten ihren Schutz überprüfen und auffrischen lassen. Die Kosten tragen in der Regel die Krankenkassen“, so Kamitz weiter. Außerdem treten Masern häufig in Schulen und Kindergärten auf, da Kinder sich in Gruppen leicht anstecken. „Eltern sollten deshalb den Impfschutz ihres Kindes anhand des Impfbuches überprüfen und eventuell fehlende Impfungen nachholen lassen“, meint Kamitz.

Pressemitteilung IKK classic/redro24

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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