Terrex 2012 - proben für den Ernstfall

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In der Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt stellte Landrat Josef Neiderhell nach der Lagebesprechung den Katastrophenfall fest.

Landkreis - Schweren Naturkatastrophen haben Süddeutschland heimgesucht. Um 8.30 Uhr stellte Landrat Josef Neiderhell daher den Katastrophenfall fest - jedoch nur zur Übung.

Katastrophen machen vor Ländergrenzen nicht halt. Das wissen auch die militärischen und zivilen Einsatzkräfte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Daher beteiligen sie sich alle an der diesjährigen Katastrophenschutzübung Terrex 2012.

Peter Fuss (Presseoffizier) erläutert die Ziele von Terrex 2012:

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Terrex 2012 findet in Süddeutschland vom 22.-24. Mai statt und soll als Übung möglichst realistische Szenarien nachstellen. Die zivil-militärische Zusammenarbeit wird damit bereits vor dem Ernstfall grenzüberschreitend geprobt. Insgesamt sind weit mehr als 2.500 Soldaten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz im Einsatz.

Auf deutscher Seite sind an der Übung noch bis zum Donnerstag mehr als 20 zivile und militärische Krisenstäbe beteiligt, die im Falle eines realen Zwischenfalls für den Katastrophenschutz zuständig sind. Es sind zeitgleich Beteiligte aus zwei Bundesländern, drei Regierungsbezirken und acht Landkreisen im Einsatz. Die Übung findet in den Regionen München, Brannenburg/Kufstein, Füssen/Reutte sowie in Konstanz am Bodensee mit unterschiedlichen wirklichkeitsnahen Szenarien statt.

Katastrophe im Landkreis Rosenheim

Im Landkreis Rosenheim geht Terrex 2012 besonders am 24. Mai in die heiße Phase. Dann trainieren die Örtliche Einsatzleitung des Landratsamtes, die Bundeswehr, das Österreichische Bundesheer und die Schweizer Armee die Zusammenarbeit vor Ort.

Zusammenarbeit von zivilen und militärischen Kräften im vergangenen Jahr bei Terrex 2011.

Die Situation ist äußerst schwierig. Erdbeben haben große Verwüstungen angerichtet, Flüsse treten über Ufer und die Handynetze sind zusammengebrochen. Die Innbrücken sind angesichts der Naturgewalten eingestürzt und müssen ersetzt werden. In Brannenburg muss schweres ziviles Rettungsgerät von deutschen und österreichischen Hilfsorganisationen über den Fluss. Hier kann nur eine von der Bundeswehr über den Inn errichtete Schwimmbrücke weiter helfen.

Hilfsmaßnahmen in der gesamten Region

Doch auch andernorts sind die Aufgaben gewaltig. In Fischbach gibt es einen real dargestellten Hauseinsturz. Zahlreiche Verletzte werden gesucht, geborgen und versorgt. Mit dabei sind Einsatzkräfte der Feuerwehren, des Bayerischen Roten Kreuzes und des Technischen Hilfswerks aus dem Landkreis sowie per Hubschrauber eingeflogene Schweizer und österreichische Soldaten mit einem Hundesuchtrupp. Die Bundeswehr unterstützt mit schwerem Räumgerät.

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Bericht von Terrex 2011

In Kufstein stellen Einsatzkräfte ein Hilfslazarett auf und behandeln zahlreiche Verletzte. Hier wird simuliert was zu tun ist, wenn das Bezirkskrankenhaus nicht zur Verfügung steht. Außerdem wird in diesem Szenario eine in einer Schule untergebrachte Notunterkunft evakuiert.

Bereits im vergangenen Jahr wurde unter dem Titel Terrex 2011 die zivil-militärische Zusammenarbeit trainiert. Auch damals waren bereits Einsatzkräfte aus Österreich und der Schweiz beteiligt.

Quellen: Wehrbereichskommando IV Süddeutschland/Landratsamt Rosenheim/Charivari

Quelle: rosenheim24.de

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