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Langsam aus der Verlustzone

OVB
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Leicht gesunken ist 2008 das Badria-Defizit. Trotzdem wird jeder Besuch von den Wasserburger Stadtwerken durchschnittlich mit fünf Euro subventioniert.

Wasserburg (WZ) - Langsam entspannt sich die wirtschaftliche Lage der Stadtwerke wieder: 2008 wurde weniger Verlust gemacht als eingeplant, 2009 könnte das Betriebsergebnis sogar wieder ausgeglichen sein.

Bürgermeister und Werkausschuss hörten es gerne: Die Stadtwerke arbeiten sich Schritt für Schritt aus der Verlustzone heraus. Das zumindest legen die Zahlen nahe, die Werkleiter Kurt Fritsch im Ausschuss präsentierte.

Für 2008 hatte man im Wirtschaftsplan ein Defizit von 780.000 Euro angesetzt, praktisch ausschließlich verursacht durch das chronisch defizitäre Badria. Nun schlossen die Stadtwerke das Jahr mit "nur" 404.000 Euro Verlust ab.

Entscheidend dafür war der Gewinn beim Stromverkauf. Der war in den letzten Jahren ziemlich eingebrochen und hat sich nun trotz gleich gebliebener Verbrauchszahlen leicht erholt. Allerdings sind auch die "durchgeleiteten" Strommengen angewachsen, das heißt, dass Kunden, vor allem Unternehmen, ihren Strom woanders einkaufen.

Um gut zehn Prozent gesunken ist das Defizit des Badria: um 130.000 auf 1,1 Millionen Euro. Und auch das Wasserwerk ist wieder aus der Verlustzone.

Insgesamt sank die Bilanzsumme um eine knappe Million auf 12,8 Millionen Euro. Doch entscheidend ist das Betriebsergebnis, und nachdem dieses sich verbessert hat - 2007 machten die Stadtwerke noch 552.000 Euro Verlust - waren die Werkausschuss-Mitglieder zufrieden.

Auch der Zwischenstand für das Jahr 2009 förderte den Optimismus. Sollten keine größeren Zahlungen mehr dazwischenkommen, steuere man auf ein ausgeglichenes Ergebnis zu, so Kurt Fritsch.

Allerdings sind die Badria-Besucherzahlen wie schon in den Vorjahren weiter gesunken, bisher um rund fünf Prozent. Schwacher Trost des Werkleiters: "Andere Bäder sind noch viel stärker eingebrochen."

Im Ausschuss wurden die Zahlen und Entwicklungen nicht diskutiert. Sie kommen heute ohnehin noch einmal in den Stadtrat. Nur eines wollte Bürgermeister Michael Kölbl nicht unkommentiert lassen: Die neue Bereitschaft der Energie-Riesen, ihre Netze nun doch wieder an die Kommunen zu verkaufen. Die sei scheinheilig, ärgerte er sich: "Die sehen eben, dass da nicht mehr viel zu verdienen, aber viel zu investieren ist", wie auch die Stadtwerke-Bilanz 2008 zeige.

koe/Wasserburger-Zeitung

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