Festtag nicht nur für Pferdefreunde

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Die Vorreiter Robert Hiebl und Sebastian Peter führten den langen Prozessionszug über Hintergraben an.

Ramerberg - Ein Festtag für Pferdefreunde war der Patroziniumstag des Kirchenheiligen Leonhard in Graben mit rund 100 Pferden und vielen prächtig geschmücktenr Festwagen.

Das ausgewöhnliche sonnige Herbstwetter sorgte für einen riesigen Zuschauerandrang an der idyllisch versteckten Kapelle in Graben.

Von den Vorreitern Robert Hiebl und Sebastian Peter mit einem Vortragekreuz angeführt, hatte sich auf dem Rundweg über Hintergraben eine lange Prozession zur Segnung durch Prälat Günther Lipok eingereiht.

Das überlieferte Brauchtum macht deutlich, dass früher in Bayern kein anderer Heiliger so intensiv verehrt wurde wie der Ramerberger Kirchenpatron Leonhard. Durch eine Kette, das ursprüngliche Erkennungsmerkmal als Schutzpatron der Gefangenen, wurde er auch zum Schutzheiligen der Tiere, vor allem aber der Pferde. Weil außer Pferden aber auch Esel, Ziegen und Hunde teilnahmen, waren die Fürbitten auf alle Heilige abgestimmt, die in einem Zusammenhang mit Tieren bekannt sind.

Der Initiative von Günter Stanner und Peter Mühlhuber ist es zu verdanken, dass, nach vier Jahrzehnten Pause, dieses Brauchtum für Ramerberg wieder eine echte Bedeutung hat. Obwohl Teilnehmer- und Zuschauerzahlen kontinuierlich zugenommen haben, wollen die beiden Organisatoren, dass die Veranstaltung nicht als "Unterhaltungs-Show" gesehen, sondern weiterhin als überliefertes religiöses Brauchtum in Ehren gehalten wird.

Zum Festausklang gab es für Teilnehmer und Besucher im Gasthaus Esterer Gelegenheit, bei zünftiger Unterhaltungsmusik die gelungene Veranstaltung noch mal aufleben zu lassen.

prj/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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