+++ Eilmeldung +++

DNA-Spuren liefern Mann aus

Frau vergewaltigt, gequält, lebendig verscharrt: Täter 30 Jahre später gefasst

Frau vergewaltigt, gequält, lebendig verscharrt: Täter 30 Jahre später gefasst

Leuchtende Kunst von Schülern

+
Schüler aus drei Jahrgangsstufen der Realschule arbeiten an ihrem "Kronleuchter".

Wasserburg - "Wasserburg leuchtet" wartet in diesem Jahr mit etwas Besonderem auf. An Gymnasium und Realschule entstehen Kunstprojekte für diesen Anlass

Vor neun Jahren leuchtete Wasserburg erstmals. Zum zehnten "Wasserburg leuchtet" am 14. September sollte es etwas Besonderes geben - Kunst in der Schustergasse. Die Projekte entstehen gerade am Gymnasium und in der Realschule

Wer diese Woche bei der Realschule vorbei kommt, sieht Ungewöhnliches: In einem Baum beim alten Kindergarten hängen viele bunt bemalte Unterhemden. Es wird eines der beiden Kunstwerke, die bei "Wasserburg leuchtet" dann erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Die Idee, dass Schulen sich an der Veranstaltung beteiligen könnten, hatte Urs Hasler, einst mit Moritz Hassel Initiator von "Wasserburg leuchtet". Beide organisieren noch immer als "Verein Wassserburg leuchtet" das Fest mit viel Licht und Sound. Die Rückrufe der Schulen nach der Anfrage von Urs Hasler ließen nicht lange auf sich warten. Gymnasium und Realschule waren dabei, die Mittelschule hatte zeitliche Probleme.

Die Kunsterzieherin Gertraud Reier betreut die Arbeit in der Realschule. Es soll ein Art Kronleuchter werden, mit dem maximalen Durchmesser von 2,70 Meter. Die vielen Unterhemden, die jetzt noch im Baum hängen, sollen später auf die Metallreifen kommen. Vorbild ist ein Werk der Schweizer Künstlerin Pipilotti Rist.

Seit Montag arbeiten 30 Schüler der 6., 7. und 8. Klassen im Rahmen des Unterrichts an ihrem Kunstwerk. Und die sind total begeistert von ihrem "coolen" Kunstprojekt, das möglichst bunt und vielfältig werden soll. Es macht ihnen Spaß, die Unterhemden anzumalen, einzukleistern und auf Torsos aufzuziehen, schließlich sollen sie auch im Regen halten. Auch um die Lichttechnik kümmert sich die Realschule selbst. Helmut Hölze als Mathe- und Physiklerer ist damit betraut. Nur das Metallgerüst fertigt die Firma Alpma, genauer die Lehrlinge dort, die zum Teil frühere Schüler der Realschule sind. Nach "Wasserburg leuchtet" wird das Kunstwerk übrigens seinen Platz in der Aula der Realschule finden.

Auch am Gymnasium arbeitet eine Gruppe schon fleißig an ihrem Projekt. Seit etwa vier Wochen plant eine achtköpfige Schülergruppe der 9. und 10. Jahrgangsstufen, weitgehend selbstständig ihre Skulptur. Ihre Idee: Ein Turm aus sechs mit Stoff bespannten Würfeln. Körperteile sollen sich in den von innen beleuchteten Würfeln abzeichnen. Gekrönt wird das Ganze von einem menschenähnlichen Wesen, als Symbol für die Gefangenschaft des Menschen, dessen Wunsch nach Ausbruch und Streben nach Höherem. Das Ziel, die Spitze zu erreichen, ist jedoch unmöglich, da jedem Menschen innere und äußere Grenzen gesetzt sind.

"Die Idee ist super, die Freude groß, die Umsetzung nicht leicht", sagt Urs Hasler, der schon einige Male sich sonntags mit der Gruppe getroffen hat, um Probleme zu diskutieren und Lösungen zu finden: "Die Kunst ist noch lange nicht fertig, aber es wird". Freie Nachmittage nutzen werden die Schüler noch einige. Sie werden auch in den Ferien an ihrer Skulptur arbeiten. Erst aber gibt es ein weiteres logistisches Problem zu lösen. In den Ferien ist die Schule geschlossen, die Kuben müssen raus. In Rott hat man eine Scheune gefunden, nun müssen sie noch dorthin transportiert werden. "Sie werden das schaffen", ist Urs Hasler sicher. "Uns macht dieses Projekt auch viel Spaß", meint eine der Künstlerinnen dazu.

mo/vo/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Region Wasserburg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser