Lidl: Bürgerantrag abgelehnt

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Rott - Die "IG Rotter Punkt" fordert die Gründung einer fraktionsübergreifenden Arbeitsgruppe zum bestehenden Lidl-Standort. Der Antrag wurde jetzt aber abgelehnt!

Das Thema Lidl in Rott war einer der beiden Punkte im öffentlichen Teil der jüngsten Gemeinderatssitzung in Rott. Von der "IG Rotter Punkt" lag der Antrag auf Gründung einer fraktionsübergreifenden Arbeitsgruppe zum bestehenden Standort des Discounters vor. Mit vier gegen zwölf Stimmen lehnte der Gemeinderat das ab.

Zunächst erläuterte Daniel Wendrock, Leiter der Geschäftsstelle, die Rechtslage. Er wies darauf hin, dass die Verwaltung schon bei der Sitzung im Januar dargelegt habe, dass es für eine Behandlung des Antrags im Gemeinderat keine Rechtspflicht gebe. Die Initiatoren erklärten dann, dass ihr Antrag als Bürgerantrag verstanden werde sollte. Bedingungen für eine Behandlung im Gemeinderat gibt es aber auch dafür. Dass diese erfüllt seinen, sei nach der Überprüfung zwar zweifelhaft, so Wendrock, aber man habe sich entschieden, den Antrag als Bürgerantrag zu behandeln.

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Bürgermeister Marin Schaber meinte, es gebe bereits vier Lenkungsgruppen, um Rotter in die Ausgestaltung des Ortsentwicklungskonzepts miteinzubinden. Und zwei Gruppen würden sich intensiv mit dem Discounterstandort beschäftigen, Ende des Montags wollten diese konkrete Vorschläge vorlegen. Das Lenkungsgremium werde sich dann mit den Vorschlägen auseinandersetzen und Empfehlungen an den Gemeinderat ausarbeiten. Eine weitere Arbeitsgruppe zum Erhalt des bestehenden Discounters ist für den Bürgermeister wenig sinnvoll, zumal Lidl definitiv nicht am jetztigen Standort bleibe. Der Vorwurf, mit der Aussiedlung von Lidl habe man ein neues Gewerbegebiet südlich der Münchener Straße schaffen wollen, sei, so Schaber, nicht haltbar. Die Investoren hätten mit den Grundeigentümern verhandelt und erst dann sei diese Möglichkeit an die Gemeinde herangetragen worden. "Für Rott ist wichtig, dass Lidl hier bleibt", dafür werde er sich einsetzen, an einer öffentlichen Diskussion aber erst wieder teilnehmen, wenn ihm eine Stellungnahme von Lidl vorliege.

Von der Rotter CSU wiesen Georg Dünstl, Max Gilg und Franz Ametsbichler auf das Ortsentwicklungskonzept hin, wonach die Einkaufssituation in Rott als "glücklich" bezeichnet werde. Gravierende Auswirkungen befürchten sie, sollte Liedl weg aus dem Rotter Zentrum. Und sie meinen, dass noch nicht alle Möglichkeiten augelotet sind, Lidl im Ortskern zu halten.

Dr.Klaus Absmaier für "Bürger für Rott" und Wilhelm Schüßler für das Rotter Forum sprachen sich gegen eine weitere Arbeitsgruppe aus. Diese würde die Thematik nur noch weiter zerreden. Aufgrund der engen Verhältnisse am jetzigen Standort unterstützten auch sie die Suche nach einem neuen.

vo/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

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